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Nutzung der FM-Zuchthengste in der Schweiz beziehungsweise im Jura

Neu als Buch!

Text: Jean-Pierre Graber
Übersetzung: Stefanie Meier, Jacqueline Wiedler
Fotos: Haras National Avenches; P. Dubi, Haras National Avenches; Martin Rindlisbacher; Vreni Eschbach


Statistik über die in den Jahren 2003 und 2004 beurteilten Fohlen pro Linie und pro Familie

Das Projekt der begleiteten Paarung zum Linien- und Basis-Erhalt (mit max. 2% Fremdblut) hat mich angespornt, die folgenden Statistiken anzufertigen. Ich wollte einen Vergleich ziehen zwischen dem Einsatz der FM-Zuchthengste der verschiedenen Linien im Jura, der historischen Wiege der Rasse, und in der gesamten Schweiz (Angaben aus dem Zuchtbuch FM 2003-2004).

Anzahl 2003/2004 beurteilter Fohlen pro Hengstlinie in der gesamten Schweiz
LinieFohlen 2003%Fohlen 2004%
( L )Alsacien85928.5377526.33
( H ) Héroïque74224.6469823.71
( N ) Noé34211.3639713.49
( C ) Chasseur33010.9634111.58
( E ) Elu2317.672799.48
( V ) Vagabond1886.241495.06
( Q ) Qui-Sait1354.481625.50
( R ) Raceur882.92662.24
( N ) Nello682.26581.97
( D ) Drapeau170.57130.44
( D ) Doktryner110.3760.20
Total:30111002944100

Anzahl 2003/2004 beurteilter Fohlen pro Hengstfamilie in der gesamten Schweiz
FamilieFohlen 2003%Fohlen 2004%
Familie 1:Vaillant126642.05120540.93
Familie 26:Alsacien85928.5377526.33
Familie 27:Noé34211.3639713.49
Familie 3:Imprévu33010.9634111.58
Familie 28:Qui-Sait1354.481625.50
Familie 25:Nello682.26581.97
Familie 22:Doktryner110.3660.20
Total:30111002944100

Wir können feststellen, dass im Jahre 2004 die Anzahl der beurteilten Fohlen bereits unterhalb der Grenze von 3000 Fohlen liegt. Selbst wenn die Anzahl Hengste, die in der Zucht eingesetzt werden, stabil bleibt, besteht eine reale Gefahr, dass die Anzahl Freibergerpferde kontinuierlich sinkt. Die strikten Regelungen rund um die Pferdehaltung und die vorhersehbare Preissenkung für Schlachtfohlen werden diesem Trend nichts entgegensetzen. Bei sinkender Freibergerzahl wird die Aufrechterhaltung einer gewissen Linienvielfalt noch schwieriger werden. Die Aufgabe der Zuchtverantwortlichen ist nicht einfach. Sie müssen alles unternehmen und Fantasie beweisen, um die Erhaltung eines bestimmten Pferdebestandes und der Linienvielfalt zu gewährleisten, damit auch langfristig Inzuchtprobleme vermieden werden können.

Anzahl 2003/2004 beurteilter Fohlen pro Hengstlinie im Jura und im Berner Jura
LinieFohlen 2003%Fohlen 2004%
( H )Héroïque35130.0534128.87
( L )Alsacien35230.1433728.54
( N ) Noé18916.1818715.83
( E ) Elu847.191129.48
( C )Chasseur726.16877.37
( Q )Qui-Sait494.20534.49
( R ) Raceur453.85363.05
( V ) Vagabond231.97231.95
( D ) Drapeau30.2650.42
( D ) Dokryner00.0000.00
( N ) Nello00.0000.00
Total:11681001181100

Anzahl 2003/2004 beurteilter Fohlen pro Hengstfamilie im Jura und im Berner Jura
FamilieFohlen 2003%Fohlen 2004%
Familie 1:Vaillant50643.3251743.77
Familie 26:Alsacien35230.1433728.54
Familie 27:Noé18916.1818715.83
Familie 3:Imprévu726.16877.37
Familie 28:Qui-Sait494.20534.49
Familie 22:Doktryner00.0000.00
Familie 25:Nello00.0000.00
Total:11681001181100

Die durchschnittliche Anzahl der 2003/2004 im Jura beurteilen Fohlen liegt bei 1175, also bei 39.45% im Vergleich mit der gesamten Schweiz. Diese Zahlen bestätigen einmal mehr die Bedeutung der jurassischen Pferdezucht. Im Jura ist die Rangliste der Familien nach Anzahl der beurteilen Fohlen praktisch identisch mit der Rangliste in der gesamten Schweiz. Der Erhalt der vom Aussterben gefährdeten Linien ist eine schwierige Aufgabe, denn die Zulassung der Hengste ins Stud-book ist die eine Sache, ihre Benutzung durch die Züchter ist wieder ein anderes Thema.

Im Jura ist die Familie Vaillant (D, E, H, R und V) immer noch an der Spitze mit im Durchschnitt 512 beurteilten Fohlen pro Jahr (43.5%). Das ist besonders der H-Linie zu verdanken. Sie wird gefolgt von der Familie Alsacien (L) mit 345 beurteilten Fohlen (29.5%) und von der Familie Noé (N) mit 188 Fohlen (16%). Die drei grossen Champions dieser Familien sind: Havane mit 103 Fohlen im Jahre 2003 und 93 im Jahre 2004; Libéro mit 112 Fohlen im Jahre 2003 und 103 Fohlen im Jahre 2004; Noble Coeur mit 82 Fohlen im Jahre 2003 und 62 im Jahre 2004. Einige Hengste, die aus diesen Familien stammen, werden im Jura bevorzugt. Sie werden von den Züchtern rege benutzt, die im Gegenzug die Hengste aus der C-Linie etwas vernachlässigen.

Tatsächlich sind in den Jahren 2003 und 2004 im ganzen Jura nur 80 Fohlen pro Jahr aus der C-Linie (7.36%) registriert worden. Wir hoffen, dass Coventry, ein junger, in Montfaucon stationierter, sehr vielversprechender Hengst, die Herausforderung bewältigen kann, die in der Juraregion an die Familie Imprévu gestellt wird.

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Kurze historische Übersicht

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts befasste sich der Kanton Bern mit der Pferdezucht. Eine erste Schau wurde am 17. März 1817 in Tavannes im Jura durchgeführt. An der nationalen Pferdeausstellung in Aarau im Jahr 1865 stellte man fest, dass das Jurapferd gute Qualitäten hat. Es bestand jedoch die Notwendigkeit zur Vereinheitlichung. Der Bund beschloss Massnahmen wie die Einfuhr von Zuchthengsten, Subventionen für die Zucht, Ausarbeitung von Verordnungen usw. 1904 legte die eidgenössische Pferdezucht-Kommission das Zuchtziel fest und beschloss, die Pferde in zwei Kategorien einzuteilen:

  1. Das Kavallerie- und Artilleriepferd
  2. Das Zugpferd mit Masse und Gang

Die Züchter wurden aufgefordert, sich für einen Pferdetyp zu entscheiden und sich untereinander zu organisieren. Es war die Zeit der Gründung von Pferdezuchtgenossenschaften. Das gab sehr oft Anlass zu lebhaften Diskussionen unter Züchtern. 1912 wurde in den Berichten der Kantonalen Berner Pferdezuchtkommission zum ersten Mal der Begriff « cheval du Jura, type des Franches-Montagnes » (Jurapferd, Rasse Freiberger) erwähnt.


Aktie einer früh gegründeten Zuchtgenossenschaft

Im Jahre 1924 wurde von Dr. Gloor unter der Verantwortlichkeit des Kantons Bern das Schweizische Stammzuchtbuch für das Zugpferd erstellt. Das Stud-book wurde eingeführt und lieferte genaue und wertvolle Auskünfte über die Struktur der Freiberger-Rasse. Es erregte natürlich ein starkes Interesse in Pferdezucht-Kreisen.
Unter den zahlreichen männlichen Zuchttieren, die zu dieser Zeit genutzt wurden, wurden 14 Hengste als Linienbegründer bezeichnet, weil sie väterlicherseits eine interessante Abstammung hatten und zudem eine gewisse genetische Vielfalt darstellten, die vom leichten Typ bis zum schweren Zugpferd ging. Diese 14 Familien bilden eines der Basiselemente der Freiberger-Rasse.
Familie1. Vaillantgeb. 1891
DS + Jura (Anglo-Jura)
2. Marquis1893Jura (ausgestorben)
3. Imprévu1886Anglo-Normänner
4. Kermès1888Anglo-Normänner(ausgestorben)
5. Gludique1896Percheron(ausgestorben)
6. Darton1903Norfolk Bretone(ausgestorben)
7. Boy1897Ardenner(ausgestorben)
8. Daniel1894Belgier(ausgestorben)
9. David1895Belgier(ausgestorben)
10. Darwin1894Ardenner(ausgestorben)
11. Figaro1896Belgier(ausgestorben)
12. Peter1903Belgier-Ardenner(ausgestorben)
13. Brandis1909Belgier(ausgestorben)
14. Cuno1910Belgier(ausgestorben)
Heute existieren nur noch zwei dieser Familien, die von Vaillant und von Imprévu. Aber wenn man die Abstammungen unsere Pferde untersucht, findet man noch oft Einträge von Hengsten aus ausgestorbenen Familien (ausgestorben = heute keine lebenden Zuchthengste mehr).

Andere Hengste (auch Shires) haben gute Stuten hinterlassen, aber keine Hengstnachkommen. Ohne Linienbegründer zu sein, bilden sie trotzdem die Basis der Freiberger-Rasse mit. Der 1875 geborene Hengst Tacticien (Anglo-Normänner), der weiter unten im Text noch erwähnt wird, ist ein typisches Beispiel. Jean Gerber aus Bellelay sagte von diesem Hengst: «Er spielte eine Rolle, die man nicht vernachlässigen sollte, fast so wichtig wie jene von Vaillant.»

Neue Hengstfamilien
Ab den fünfziger Jahren wurden sporadisch Vollblut- und Halbbluthengste zur Veredelung eingekreuzt, um zu vermeiden, dass unsere Freiberger-Rasse in einen gewöhnlichen Typ verfällt. Die Veredelung war besonders notwendig, um den Erfordernissen des Marktes zu entsprechen, der im Laufe der Jahre immer mehr ein vielseitiges Freizeitpferd erforderte, das sich sowohl fürs Reiten wie fürs Fahren eignet. So haben sich neue Hengstfamilien gebildet; hier die wichtigen:
FamilieUran
Anglo-Normännerleider ausgestorben
DoktrynerVollblutaraber
AlsacienVater Aladin (Schwede)
NelsonVater Nello (Schwede)
NoéSchweizer Warmblut
Qui-SaitSchweizer Warmblut

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Die Familie Imprévu

Die Familie Imprévu hat meine Aufmerksamkeit besonders geweckt. In der Tat besetzte diese Familie vor den neunziger Jahren noch den 2. Rang in der Bedeutung für die Zucht hinter der Familie Vaillant. Heute zeigen uns die Zahlen, dass sie auf den 4. Rang hinter die Familien Alsacien und Noé zurückgefallen ist. Schaut man noch genauer hin, stellt man fest, dass nur drei von den zahlreichen Söhnen von Jurassien die C-Linie vertreten. Es handelt sich um Johann mit 9 Hengsten (108 beurteilte Fohlen = Durchschnitt der Jahre 2003 und 2004), um Johnny mit 16 Hengsten (160 beurteilte Fohlen = Durchschnitt 2003 und 2004) und um Jura mit 4 Hengsten (68 beurteilte Fohlen = Durchschnitt 2003 und 2004). 27 Hengste aus der C-Linie sind noch im FM-Hengstkatalog 2005 aufgeführt. Fazit: Diese Linie ist nicht wirklich in Gefahr. Trotzdem ist es notwendig, sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen.

Familie Imprévu
Imprévu - Max - Max II - Chasseur ( C ) - Lafayette - Jurassien
JurassienJohannJoachimJuryClémenceauCadix * Cabernet *


Clinquant *
Johann:

Cosimo *
9 Hengste
CyranoCardinCharmeur du Maupas * Charme * Camillo *
108 Fohlen
CyprienCysco *
Durchs. 2003/04
JohnnyJudoJamesJeansClin d'Oeil *

JudäaCascadeur * Cajoleur * Cyrano II *
Johnny:

Cheyenne *
16 Hengste
Charleston * Chambord *
160 Fohlen

Coventry *
Durchs. 2003/04
ChasseralChasseron *

Clair Val *

Cluedo *

CojackCalif *


Commodore *
Jura:
ConcordeCrépuscule *
4 Hengste
Consul *
68 Fohlen
Durchs. 2003/04JuraJerryCupidonCubain *
JouvetJohnjackClaironCalgaryCanada * Chirac * Calvaro *
* Im FM-Hengstkatalog 2005 aufgeführte Zuchthengste, d.h. 27 Hengste aus der Familie Imprévu.

Fotos der Familie Imprévu


Imprévu - Anglo-Normänner Hengst

Chasseur

Jurassien
Unterlinie Johann

Johann

Cosimo
Unterlinie Johnny

Johnny

Coventry
Unterlinie Jura

Jura

Calvaro
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Die Familie 1: Vaillant
Vaillant, geboren 1891, war väterlicherseits ein Inzuchtprodukt. Sein Vater Léo III und seine Mutter Polka stammten beide von derselben Mutter Poulette ab. Vaillant wurde 1894 als Zuchthengst anerkannt. Er blieb bis 1898 bei Paul Wermeille in Saignelégier stationiert. Danach verliess er den Jura und kam in den Kanton Freiburg. Vaillant wurde am 100. Marché-Concours im 2003 als bemerkenswerter Vererber würdig gefeiert.

Die direkten Söhne von Vaillant sind Ravachol, Vacher, Sacco, Zoulou, Bey, Valbert und Bär. Nur in den Unterlinien von Ravachol und Vacher existieren heute noch lebende Zuchthengste. Die Mütter von Ravachol und Vacher sind Töchter des oben erwähnten Hengstes Tacticien. Im Vergleich mit allen anderen Freiberger-Familien stammen 41.5% der 2003 und 2004 geborenen Fohlen von Hengsten aus der Vaillant-Linie ab. Diese Familie bleibt damit mit Abstand die wichtigste. Schaut man jedoch genauer hin, so muss man feststellen, dass gewisse Unterlinien trotzdem vom Aussterben bedroht sind. Bemerkenswerterweise gehören sie alle zur Unterlinie von Vacher. Der Verlust dieser Unterlinie würde die Amputation eines Hauptzweiges aus dem Stammbaum von Vaillant bedeuten. Die genetische Basis der Familie Vaillant würde damit unwiderruflich geschmälert.

Der nachstehende Stammbaum enthält nur Unterlinien, von denen noch lebende Hengste existieren. Er gibt eine Übersicht über die derzeitige Lage der Familie Vaillant und seiner Unterlinien. Das Projekt zur Erhaltung der Basispferde und der gefährdeten Linien behält also seine volle Berechtigung. Bei der Auswahl der Hengste in Glovelier konnten im Januar 2005 die ersten Ergebnisse dieses Projekts beobachtet werden.

Familie Vaillant
Unterlinie: Vaillant - Vacher
VaillantVacher*RubisElementNavirSignalFloconSillonLinie S: ausgestorben


Linie V:14 Hengste (2005)RémusVerdunVerdictVagabondLinie V: bedroht
Linie V:169 Fohlen,
5.56% (Durchs.. 2003/04)



Lignée D: 1 Hengst (2005)ZephirDrapeauLinie D: bedroht
Linie D:15 Fohlen,
0.5% (Durchs. 2003/04)


Linie R:6 Hengste (2005)RemoloRecordRaceurLinie R: bedroht
Linie R:77 Fohlen,
2.58% (Durchs. 2003/04)


RamaBrioBraconnierBouclierLinie B: ausgestorben

Total der Unterlinie Vacher:21 Hengste (2005)
261 Fohlen, 8.73% (Durchs. 2003/2004)

Unterlinie: Vaillant - Ravachol
VaillantRavachol*PachaPeruHabileWigarArbédoEgalEglonEpi d'OrEluLinie E
Linie E: 20 Hengste (2005)
Linie E : 255 Fohlen, 8.57% (Durchs. 2003/04)


Linie H: 42 Hengste (2005)BalboHamidHéroïqueHunterLinie H
Linie H: 720 Fohlen, 24.17% (Durchs. 2003/04)

Total der Unterlinie Ravachol:62 Hengste (2005)
975 Fohlen, 32.74% (Durchs. 2003/2004)

Total der Linie Vaillant:83 Hengste (2005)
1236 Fohlen, 41.47% (Durchs. 2003/2004)

Fotos der Familie Vaillant


Vaillant - Erster Linienbegründer der Freiberger-Rasse.
Unterlinie Vacher

Drapeau - D-Linie, vom Aussterben bedroht.

Raceur - R-Linie, vom Aussterben bedroht.

Vagabond - V-Linie, vom Aussterben bedroht.
Unterlinie Ravachol

Ravachol, Sohn von Vaillant.

Elu - E-Linie.

Hunter - H-Linie.
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Unterlinie V (Familie Vaillant)
Unterlinie: Vaillant - Vacher - Rubis - Rémus - Verdun - Verdict - Vagabond

Vagabond

Beschreibung: Mittlerer Typ, wenig tief und breit, sehr ausdrucksvoll, etwas aufgezogen. Schräge Schulter, ausgepràgter Widerrist, solider Rücken, wenig behost. Starkes Fundament, etwas lange Schienbein, gute Hufe leicht zehenweit vorn, mittelmässiger Gang.

Abstammung von Vagabond
Vagabond FMVerdict FMVerdun FMRemus FMRubis FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Nora FMMajor FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Fanny FMChasseur FMMax II FM (Fam. Imprévu)
Nitouche FMGlärnisch (Rasse Hackney)
Colette FMArmand FMArbédo FMWigar FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Marquise FMRama FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Cora FMAron FMArbédo FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Tabil FMHardy FM (Ravachol / Fam. Vaillant)

Nachkommen von Vagabond
VagabondVa-et-vientValentin


Vatanen


Vénus


Vernon


Vicky *


Vicor


Vigor


Volcan


Voltigeur


VulcainVan Gogh *


Verdicain *


Vidocq * VaucluseValentino *




Vitali *



Voyou *


Versace *


Vivaldi *


Voltéro *

VainquerVaccares *


ValdezValmet *


Voltaire

Vargas
* Noch lebende Zuchthengste

Die V-Linie: Vagabond
Der Hengst Vagabond wurde am 26.2.1961 geboren. Er ist ein Enkel von Verdun und damit ein Vertreter der Unterlinie Vacher. Die V-Linie zählt momentan zum Projekt zur Erhaltung der Linien wie die Linien D (Drapeau), D (Doktryner), N (Nelson), R und E, die alle auch vom Aussterben bedroht sind. Aktuell sind 13 Hengste der V-Linie noch am Leben und im Zuchteinsatz. Für die Jahre 2003/04 wurden durchschnittlich 169 Fohlen aus der V-Linie identifiziert. Das entspricht 5.56% von allen Freiberger-Fohlen aus diesen beiden Jahren. 1978 war die Situation für die V-Linie noch viel dramatischer als heute. Tatsächlich schrieb Dr. Joseph Annaheim, Jury-Präsident, zum 75. Marché-Concours in Saignelégier folgendes:

«Dritte Unterlinie: Verdun
Nur Vagabond, geboren 1961, ist noch am Leben. Das ist eine Linie, die man erhalten müsste! Deshalb deckt Vagabond auf dem Haut-Plateau, in der Hoffnung, dass einige gute Hengstfohlen geboren werden».

Wir können heute denen danken, die zu jener Zeit Vagabond in der Wiege der Rasse stationierten, weil dieses Vorgehen die Rettung für die V-Linie war. Die ersten männlichen Nachkommen von Vagabond, Va-et-vient und Vargas, wurden 1977 geboren. Sein dritter Sohn, Vainqueur, wurde 1986 geboren, als Vagabond 25 alt war. Die V-Linie blühte auf dank seim Sohn Va-et-vient und seinem Enkel Vulcain, dessen Mutter die berühmte Fauvette ist (von Ivoire SF und Horatio, einem Enkel von Drapeau).

Vagabond, dieser würdige Nachkomme der Familie Vaillant, wurde im Jura stark eingesetzt, sodass er neben seinen drei Söhnen zahlreiche gute Stuten hinterliess. Ob man es gut findet oder nicht - um eine Chance zu haben, die Linien zu erhalten, ist es wichtig, dass die Hengste in der Wiege der Rasse eingesetzt werden. Deshalb können wir optimistisch in die Zukunft der V-Linie schauen, da drei der 13 V-Hengste momentan im Jura im Zuchteinsatz stehen: Versace in Bellelay, Van Gogh in Montfaucon und Vidocq in Glovelier. Man beachte, dass die Hengste Vaccares, Van Gogh, Verdicain, Vicky, Vivaldi, Voltero, Voyou und Vulcain auch für künstliche Besamung (KB) zur Verfügung stehen. Es ist zu hoffen, dass die Züchter diese Hengste für ihre guten Stuten zu nutzen wissen.

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Unterlinie D (Familie Vaillant)
Sous-lignée: Vaillant - Vacher - Rubis - Rémus - Verdun - Zéphir - Drapeau

Drapeau

Abstammung von Drapeau
Drapeau FMZéphir FMVerdun FMRemus FMRubis FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Nora FMMajor FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Fleurette FMBourbon FMVolontaire FM (Zoulou / Fam. Vaillant)
Flora FMKuroki FM (Fam. Darwin, Rasse Belgier)
Rita FMChasseur FMMax II FMMax FM (Fam. Imprévu)
Diana FMPacha FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Schimmel FMDublin FMPéru (Ravachol / Fam. Vaillant)
Judith FMKépi (Anglo-Normänner, importiert 1891)

Nachkommen von Drapeau
DrapeauDagobert

Dante
DakarDomherrDôle
Dardel
Darieux
DarlanDaron

Désiré
DaumontDerval

DurocDupond
Décor
DémarreurDébardeur

Démon
DétectiveDurexDucrot

DelgadoDayanDauphin
Diabolo
DiorDamart

Dare-Dare
DenverDamienDisco


Dominic *
DeliDistel
Détecteur
Dieter
DiogenesDani

DanouD'Anjou
Désir
Didelot
DixanDarius **
Diorit
Discret
DurafourDictol
Don Carlos
Drille
Du Bec
Du Bol
Dufour
Duo
Duplex
Dur
HoraceHennebont

Hiéron
Hispano
Holbein
Honorable
HonoréHonore-toi

Humoriste
HoratioHahn

Hamilton
HauensteinHamacHamist

Harold
HibouHilaireHallau

Hélas
Hippologue
Horthy
Horus
Houblon
Houdon
ZodiaqueZébédée
Zohar
* noch lebender Zuchthengst
** Hengst in Deutschland, in der Schweiz nicht gekört

Die D-Linie: Drapeau
Der Hengst Drapeau wurde am 14. März 1936 geboren. Er war braun, hatte ein Stockmass von 157 cm und stammte von Zéphir und aus der Rita von Chasseur ab. Drapeau hat denselben Grossvater väterlicherseits wie Vagabond, den Hengst Verdun, aus der Unterlinie Vacher (Familie Vaillant). Aus den Berichten über die Zucht der Freiberger erfahren wir, dass er einer der ersten Hengste war, dem man das Attribut «moderner Typ» geben konnte. Er wird zudem beschrieben als harmonisch und ausdrucksvoll, gute obere Linie, etwas aufgezogen, trockene und starke Gliedmassen, schwache Hufe, raumgreifende Gänge.

Der 2001 veröffentlichte Bericht von Georges Chariatte aus Porrentruy über den Ursprung der weissen Farbe in der Freiberger-Rasse zeigt interessante Details zur Abstammung von Drapeau auf. Tatsächlich waren seine Grossmutter Schimmel von Dublin und seine Urgrossmutter Judith von Képi beides weisse Pferde. Geht man in der mütterlichen Abstammung von Drapeau noch weiter zurück, findet man noch mehrfach Schimmel. Die Hengste Max II (Familie Imprévu) und Vacher (Familie Vaillant) stammen von solchen Pferden ab. Monsieur Georges Chariatte beendet seinen Bericht mit den folgenden Ausführungen:

«Von den Pferden aus den Linien C, D, R und V kennt man mindestens einen weissen Vorfahren. Daraus folgt, dass heute alle Freiberger-Pferde einen Schimmel in ihrer Abstammung vorweisen.

Drei Hengste (Max II, Vacher und Ravachol) und zwei Stuten (Fanny I und Lise) bilden die Basis der Freiberger-Rasse.

Der Anglonormänner «Tacticien» kommt in der Abstammung von Fanny III (Mutter von Vacher) und von Lise (Mutter von Ravachol) vor».

Drapeau hat seine «Karriere» als Zuchthengst 1939 in Bellelay begonnen. In der Folge reiste er viel und besuchte die Zuchtstationen in Worben, im Nationalgestüt, in Montfaucon und in Reussilles. Sein Zuchteinsatz endete 1960 in Schüpfheim. Im Alter von 24 Jahren war Drapeau noch bei guter Gesundheit. Zwanzig seiner männlichen Nachkommen wurden als Zuchthengste anerkannt. Aus Sicht von damaligen Pferdezuchtspezialisten konnte Drapeau seine Qualitäten an seine Söhne wie auch an zahlreiche gute Stuten vererben. Seine Söhne haben ebenfalls eine hoch geschätzte Nachkommenschaft hinterlassen, unter anderem Horace, sein erster Sohn, geboren 1940, dessen Söhne Namen mit dem Anfangsbuchstaben H bekamen, wie auch Démarreur, Durex, Delgado und Dior, sein letzter Sohn, geboren 1958.

Heute zählt die D-Linie (Drapeau) in der Schweiz nur noch einen lebenden Hengst, Dominic (Damien / Nelson), stationiert im Kanton Freiburg. Ein weiterer Hengst befindet sich in Deutschland, Darius (Dixan / Universel). Dieser Zuchthengst mit vielen Auszeichnungen ist in der Schweiz nicht anerkannt. Glücklicherweise wurden von den Hengsten «Damien», «Deli» und «Distel» Depots von Gefriersamen gewonnen. Auch wenn die D-Linie ernsthaft vom Aussterben bedroht ist, ist das Blut von Drapeau noch gut verankert in den Abstammungen der meisten heute noch eingesetzten Freiberger-Zuchthengsten aus verschiedenen Zuchtlinien:

Die Stute Colette, Grossmutter mütterlicherseits von Vulcain, die Stute Züsi, Mutter von Hulax, und die Stute Fauvette, Grossmutter mütterlicherseits der Hengste Don Pablo, Nelson, Sophiste und Don Quichotte, sind alle Töchter des Hengstes «Horatio»; die Mütter von Ravel, Hakim, Népal, Nestor und Humagne sind Töchter von «Diogenes»; die Mutter von Nico ist eine Tochter von «Diorit»; die Mutter von Neptun ist eine Tochter von «Didelot»; die Stute Eliane, Mutter von Luxeur, Lindorain und Liceur, stammt aus Elan und Diana, einer Tochter von «Hauenstein»; die Mutter von Calif wie auch die Grossmutter mütterlicherseits von Lambswool sind Töchter von «Damien»; etc, etc...

Die D-Linie hat wie gewisse andere Linien von reinen Freibergern unter dem Einfluss von Alsacien in den 80er-Jahren gelitten. Die Linien S (Sirus) und B (Bouclier) sind gänzlich verschwunden, während die D-Linie (Drapeau) höchstens noch durch Einführung eines Programmes von gezielten Paarungen mit guten, speziell ausgewählten Stuten gerettet werden kann. Ohne ein solches Programm wird die Linie Drapeau unwiderruflich verloren gehen.

Fotos der D-Linie (Familie Vaillant)


Horace - erster Sohn von Drapeau

Horatio - Enkel von Drapeau

Diogenes - Enkel von Drapeau
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Unterlinie R (Familie Vaillant)
Unterlinie: Vaillant - Vacher - Rubis - Rémus - Remolo - Record - Raceur

Raceur (Record-René-Dragon):
Schwerer und kräftiger Pferdetyp zwischen 750 und 800kg.

Abstammung von Raceur
Raceur FMRecord FMRemolo FMRemus FMRubis FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Milette FMMoron FM (Fam. Imprévu)
Quassia FMQuébec FMChasseur FM (Fam. Imprévu)
Jeannette FMPédro FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Oblonga FMRené FMRenz FMRémus FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Mona FMPédro FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Floretti FMDragon FMPéru (Ravachol / Fam. Vaillant)
Flory FMunbekannt

Abstammung von Regulus, dem einzigen Sohn von Raceur, der den Erhalt der R-Linie ermöglicht hat.
Regulus FMRaceur FMRecord FMRemolo FMRemus FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Quassia FMQuébec FM (Fam. Imprévu)
Oblonga FMRené FMRenz FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Floretti FMDragon FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Suzy FMYoung Boy FMHabile FMPéru FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Cora FMBill FM (Fam. Kermès)
Zilla FMFontana FMZéphir (Vacher / Fam. Vaillant)
Véga FMCopin FM (Fam. Kermès)

Nachkommen von Raceur
RaceurRabbin

Racan
Raccard
Racé
Radjah
Raguenau
Rameau
Rams
Rappel
Raspoutin
Raufbold
RauraqueRaglan

Réaliste
Rêveur
Rhein
Ricard
Rodéo
RosarioRotary
Rousseau
Routier
Rubicon
Ravaillac
RavissantRodrigue

Roubaix
Raynal
RayonRay
Regain
Regulus... -> siehe unten
Relief
Remarque
RenanRelais
RenardRiquet
Renaud
Renoir
Rescapé
Reto
Retz
Rhadamès
Richard
Richelieu
Rictus
Rifain
RiflardRiver
Robespierre
Robin
Roche d'Or
RochefortRefrain

Rougemont
Rodin
Rodolphe
Roi d'un JourRacial
Roll
RomainReviens
Roseau
RosiusRommelRacine

Rastignac
RocamboleRendez-vous

Richmond
Roi
RojasRocardRococoRoyal II
Roussel
Royal Boy
Rubin
Rudebec
Ruffieux
Rusé

Nachkommen von Regulus
RegulusRéacteurRadicalRainierRaidibusRahyannRadorn * Ripoux




Ramon *
RéformisteRigaf *
Remo
Renner
RomarinRavageur

Redaktor *
RicinusRobin des Bois
RingoRoman
Rocco
RouckiRavel * Rothschild *

Ryvers de Jasman *
Réza
Réaumur
Réjouis
RivarolRibérac

Ribot
Ricco
Rivoir
* noch lebende Zuchthengste

Die R-Linie: Raceur
Raceur wurde am 24. Februar 1946 bei Philipp Zindel in Maienfeld in Graubünden geboren. Im Herbst kaufte der Kenner Jean Gerber, Verwalter der Domaine de Bellelay, Raceur, der sich trotz einiger kleiner Fehler als starkes und gut entwickeltes Fohlen präsentierte. Dreijährig fiel dieser Hengst durch seinen starken Knochenbau auf. 1951 betrugen bei der Zug- und Schnelligkeits-Prüfung in Avenches Raceurs Masse 158cm Stockmass, 23.5cm Röhrbeinumfang und 211cm Gurtumfang. Er stand im schweren und kräftigen Typ und sein Gewicht betrug 685kg. Dieser Hengst im starken Modell mit etwas wenig Ausdruck wurde von den damaligen Zuchtverantwortlichen und Züchtern sehr geschätzt. In der Zeit versuchte man mit einem stärkeren Pferd mit mehr Kaliber gegen die Motorisierung in der Landwirtschaft anzukämpfen. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass Raceur zwischen 1949 und 1962 1350 Stuten bedeckt hat. Für einen Zuchthengst aussergewöhnlich wurden 49 männliche Nachkommen dreijährig als Zuchthengste anerkannt. Leider waren sie nicht zahlreich genug, die Dauerhaftigkeit der R-Linie zu gewährleisten. Der Hengst Rauraque mit 8 Söhnen hat nur einen Enkel gehabt. Der Hengst Rosius (Raceur - Fontana - Apollo), hat durch seinen Sohn Rommel (Rosius - Jurassien - Nonius 7), und seinen Enkel Rocambole (Rommel - Casal - Jurassien), eine gewisse Weile dazu beigetragen, die R-Linie zu erhalten. Rosius hat aber heute keine männlichen Nachkommen mehr. Nur dank Regulus (Raceur - Young Boy - Fontana), ist die Linie von Raceur, obwohl vom Aussterben bedroht, heute noch in der FM-Zucht zu finden.

Regulus wurde am 12. März 1958 bei Jean Hess in Fornet-Dessous geboren. Dieser Hengst steht im mittleren Typ, ist gut proportioniert, schwer und stark, schwacher Rücken, etwas lange Lendenpartie, gute Gliedmassen und gute Hufe, korrekter und raumgreifender Gang. Sein Sohn Réacteur und sein Enkel Radical (Réacteur - Harlem - Index), waren sehr harmonische Hengste mit korrekten, lockeren und raumgreifenden Gängen. Auch die Hengste Young Boy (Habile - Bill - Brandis) und Index (Quodex - Loyal - Pedro), die man im Blut von Regulus und Radical wieder findet, haben eine gewisse Harmonie in die R-Linie gebracht.

Im Programmheft zum 75. Marché-Concours in Saignelégier hat Dr. Joseph Annaheim, Präsident der Jury, geschrieben: «Aber man muss daran erinnern, dass von zahlreichen guten Stuten, die aus Raceur stammen und die an Hengste wie Jurassien, Index, Fleuron, Zinal, Drapeau anschliessen, sowie Stuten, die aus letzteren stammen und die an Raceur oder seine Söhne anschliessen, die Qualitäten aufrechterhalten konnten, die man immer in unserer Zucht gesucht hat: gute Oberlinie, korrektest mögliche Gänge, gute Lende, korrekte und trockene Gliedmassen»

Raceur hat während 16 Jahren Deckeinsatz auf den Schauplätzen zahlreiche Lobreden erhalten. Herr Gerber sagte von Raceur: «Dieser sanfte und ruhige Hengst hat einen sehr guten Charakter. Auch seine Nachkommen können jedermann anvertraut werden.»

Heute sieht man, dass das Interesse an der Zucht eines schweren und mächtigen Pferdes mit manchmal fehlendem Adel nur solange gross war, wie man gegen die Motorisierung der Landwirtschaft anzukämpfen versuchte. Als man sich gegen Mitte der fünfziger Jahre bewusst wurde, dass dieser Pferdetyp die Entwicklung der Motorisierung nicht bremsen konnte, konzentrierte sich die Selektion erneut auf die edlen Linien der Rasse. Die Züchter gingen sogar so weit, die schweren und wenig harmonischen Pferde aus ihrer Zucht auszusondern. Wenn man heute über die R-Linie spricht, denken immer noch zahlreiche Züchter an diese schweren, kräftigen und wenig ausdrucksvollen Pferde. Glücklicherweise sind die jungen, in den letzten Jahren anerkannten Hengste der R-Linie elegante, harmonische und ausdrucksvolle Modelle. Sie entsprechen also dem gesuchten Freizeitpferd. Um die R-Linie für eine gewisse Vielfalt in der FM-Zucht zu erhalten, können wir die Züchter nur ermutigen, die noch lebenden Hengste dieser Linie zu benutzen. Ausserdem können Redaktor, Rigaf und Ryvers de Jasman zur künstlichen Besamung genutzt werden.

Fotos der R-Linie der Familie Vaillant

Young Boy (Habile - Bill - Brandis):
geboren 1931, war für die damalige Zeit der ideale FM-Typ mit wunderbaren Gängen.
Regulus (Raceur - Young Boy - Fontana):
Der einzige Sohn von Raceur mit noch lebenden Hengst-Nachkommen.
Rivarol (Régulus - Démarreur - Hickory):
sehr ausdrucksvoller Typ.
Radical (Réacteur - Harlem - Index):
Stationiert 1978 in Montfaucon bekommt er das Punktmaximum von 90 Punkten.

Radorn (Rahyann - Hario - Rhadamès):
Elegant und sehr harmonisch mit sehr schwungvollen und lockeren Gängen; Sportresultate im Fahren, im Springen und in der Dressur.
Ravel (Roucki - Diogènes - Don Pablo):
Vater von Ryvers de Jasman und von Rothschild.
Redaktor (Romarin - Judäa - Alsacien):
kann im Natursprung oder mit KB genutzt werden.
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Unterlinie E (Familie Vaillant)
Unterlinie: Vaillant - Ravachol - Pacha - Péru - Habile - Wigar - Arbédo - Eglon - Epi d'Or - Elu

Elu

Abstammung von Elu
Elu FMEpi d'Or FMEglon FMEgal FMArbédo FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Rosette FMVerdun FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Fauvette FMBraconnier FMBrio FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Minette FMDanton FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Bichette FMQui-Donc FMFleuron FMQuodex FM (Fam. Imprévu)
Trude FMRegal FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Gazelle FMYoung Boy FMHabile FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Jeannette FMOlaf FM (Fam. Kermès)

Nachkommen von Wigar
WigarArbédoAlaska


Aragon
ArmandAli-Baba
Aron
Avanti
EgalEffroi

EglofEnorm
EglonEclaireur

ElieEcho du Doubs
EloiEmpereurEmmaüs
Ephraim
Epi d'OrElu

Ecu d'Or
Emmanuel
EntlebuchEisenhower
Epinal
Erlo
Etendard
Espoir
ErwaldEvard
Haida
HaroHolandor
Hélice
Irak
HaraldAkkurat

Hourra
BalboWir kommen auf diesen Hengst zurück bei der Präsentation der H-Linie.

Nachkommen von Elu
EluEditeurEdu

EdmondEclairEdison *


Emile
Edam
Edouard
ElvisEcoEclar * Ericson *



Erode *
EllingtonEclairton

Enzo
El Canto
Equinoxe
Europe
Exil
Email
Evasion
Eldorado * Elias *
EliotElan
Elof
Eluard
EnjoleurEigerEiffel *

Elogeur *
Empire
Enjoy *
Estafette * Ecossais * Escot *

Ecu *
Edinbourg *
Eglon II
Eidgenoss
Elysée II * Excell

El Paso *
Espéranzo *
Empereur
Empereur du Maupas *
Empire
Espion *
Estoss
Euridice *
Estragon
Evelin
Everest
* noch lebende Zuchthengste

Die E-Linie: Elu
In unserer Zeitung haben wir im 2006 die Linien (V, D, R) der Unterlinie Vacher vorgestellt. Jetzt ist die Unterlinie Ravachol an der Reihe. Zu dieser Unterlinie zählen heute die E-Linie (Elu) und die H-Linie (Héroïque). Diese Linien nehmen einen wichtigen Platz in der Freiberger-Zucht ein. In dieser Ausgabe besprechen wir die E-Linie und den Linien-Chef Elu.

Der Hengst Elu wurde am 9. Mai 1964 im Betrieb Le Fuet von Oskar Loosli in Moron geboren und im Betrieb Bellelay aufgezogen. Letzthin hat mir Germain Buchwalder, ehemaliger Hengsthalter in Montenol, erzählt, wie er seinerzeit den Hengst Elu gekauft hatte. Auf der Suche nach einem neuen Hengst beschloss er an einem schönen Tag anfangs 1967, nach Bellelay zu fahren, um einen Hengst anzuschauen, der ihm aufgefallen war. Der Verwalter des Betriebes, Arthur Juillerat, stellte ihm dieses Pferd und auch andere Hengste vor. Dabei fiel ein junger Hengst, ein dreijähriger, hübscher Goldfuchs mit guten Qualitäten, besonders auf. Oh Wunder - der Kenner Germain Buchwalder entschied sich spontan für dieses Pferd und besiegelte mit dem Verwalter von Bellelay den Kauf. So kam der Hengst Elu im Clos du Doubs an, wo er von 1967 bis 1974 deckte. Im selben Jahr wurde er an die Zuchtgenossenschaft des Oberaargaus verkauft, die ihn in Attiswil stationierte, wo er zahlreiche Jahre bis zu seinem Tod blieb. 5jährig hatte der Hengst Elu 156cm Widerristhöhe und sein Gewicht betrug 600kg. Er wird folgendermassen beschrieben: Mittelgrosser Typ, ein wenig hochgezogen, runder Rumpf, schräge Schulter, gute obere Linie, runde Glieder und Gelenke, korrekte Stellung, schwungvolle Gänge.

Dem Hengst Elu - dessen Vater Epi d'Or von der Zucht zurückgezogen und 1966 6jährig kastriert wurde, weil er von den Experten als zu gewöhnlich eingeschätzt wurde - war keine glänzende Zukunft vorausgesagt worden. Elu hat jedoch die Erwartungen der Züchter erfüllt, indem er zahlreiche gute Pferde produziert hat. Acht seiner Nachkommen wurden als Zuchthengste anerkannt. Vier wurden im Jura geboren und die anderen vier, darunter Edmond und Enjoleur, im Oberaargau. Die Hengste Edmond (Elu - Entlebuch - Jean-Paul), geboren 1977, und Enjoleur (Elu - Radical - Ravissant), geboren 1979 (beachten Sie, dass Enjoleurs Mutter, die Stute Peggy, dunkelbraun war), waren beide während mehreren Jahren im Jura stationiert, der eine in Breuleux, der andere in Glovelier. Gepaart mit guten Stuten haben diese zwei Zuchttiere gute Zuchtstuten und gute Hengste produziert, die glücklicherweise die Zukunft der E-Linie gewährleistet haben. Im Freiberger Hengstkatalog 2006 sind 21 Zuchttiere aus dieser Linie. Bei den Hengsten der E-Linie fällt auf, dass sie zum grössten Teil kein oder wenig Fremdblut besitzen. 9 sind Basishengste mit weniger als 2% Fremdblut, 2 haben zwischen 2 und 4%, 8 zwischen 4 und 10% und 2 mehr als 10% Fremdblut.

Nur ein einziger der 8 Elu-Söhne lebt noch, nämlich Eldorado (Elu - Urique - Hésitant), der am 26. Februar 1986 geboren wurde, ein Basishengst mit 0.00% Fremdblut, der mit Elias (Eldorado - Libéral - Regulus) einen zur Zucht anerkannten Sohn hat. Eldorado ist jetzt 20 Jahre alt und ist stationiert in St-Brais. Er gehört Yves Maître, Pferdezüchter, vom Hof «Les Rottes».

Analysiert man die väterliche Abstammung von Elu, so konnte dieser Vererber nur ein guter Gründerhengst sein. Geht man bis zu Vaillant zurück, findet man mehrere Hengste, die die Freiberger-Rasse stark geprägt haben: Eglon (Egal - Verdun - Chasseur); Arbédo (Wigar - Lutteur - Congo); der sehr bekannte Wigar (Habile - Lérot - Brandis), der unter anderem den oben erwähnten Arbédo zeugte, welcher der Vater von Egal ist, dem Gründer der E-Linie, und Balbo, welcher der Vater von Hamid ist, dem Gründer der H-Linie (die wir in einer nächsten Nummer dieser Zeitung vorstellen werden); Habile (Péru - Zulu - Jura), der mehr als 20 Jahre auf der Domaine von Bellelay lebte; Péru (Pacha - Carlo - Uxbridge) und Ravachol (Vaillant - Tacticien). Die zwei letzteren deckten ebenfalls auf der Station Bellelay.

Fazit: Die Pferde der E-Linie werden geschätzt und sind nicht stark mit Fremdblut gekreuzt worden. Was bedeutet, dass wir zusätzlich zu vielversprechenden jungen Hengsten glücklicherweise noch folgende lebende Basishengste (mit weniger als 2% Fremdblut) zur Verfügung haben: Edinbourg, Eiffel, Eldorado, Elogeur, Elysée II, Enjoy, Espion, Estafette, Euridice. Die letzteren stellen eine genetische Basis von grossem Wert dar für die Erhaltung eines bestimmten Anteils Basispferde sowohl bei den Stuten als auch bei den Hengsten. Mit 252 registrierten Fohlen (Durchschnitt der Jahre 2003-2004) - das sind 8.6% aller in der Schweiz registrierten Freiberger-Fohlen - ist die E-Linie nicht wirklich bedroht. Man muss sie jedoch besonders beobachten. Wir möchten deshalb die Züchter ermuntern, auch die Hengste der E-Linie zu berücksichtigen, um dieses einmalige Erbgut so gut wie möglich zu bewahren.

Die Informationen über die E-Linie (Elu) stammen aus der Festschrift zum 75. Jahrestag der Pferdezuchtgenossenschaft Bellelay, welche von Arthur Juillerat, dem Verwalter der Domaine de Bellelay, verfasst wurde.

Fotos der Unterlinie E der Familie Vaillant

Habile (Péru - Zoulou - Jura)
Geboren 1915, Auszug aus dem kantonalen Schaubericht von 1937 : «Habile besucht in hohem Alter nochmals den Schauplatz, auf dem er so oft bewundert wurde für sein gutmütiges Temperament und seinen mächtigen Gang». Habile hat 7 anerkannte Söhne, darunter die ausgezeichneten Young Boy, Wigar und Zambo, und 92 prämierte Stuten hinterlassen.
Wigar (Habile - Lérot (Fam. Kermès) - Brandis (Fam. Brandis Belgier))
geboren 1929, 6jährig verunfallt. In nur 3 Deckperioden hat Wigar 4 anerkannte Söhne und 61 prämierte Stuten hinterlassen. Unter seinen Söhnen sind Arbédo, Gründer der E-Linie, und Balbo, Vater von Hamid, dem Gründer der H-Linie.
Arbédo (Wigar - Lutteur (Fam. Imprévu) - Congo (Fam. Imprévu))
geboren 1933, Masse: 159 / 200 / 22.5; Vater von Egal, dem Gründer der E-Linie.
Elu (Epi d'Or - Qui-donc (Fam. Imprévu) - Young Boy)
Geboren 1964. Chef der E-Linie. Elu hat 8 anerkannte Söhne, darunter Edmond und Enjoleur, die ihrerseits 6 bzw. 7 anerkannte Söhne haben. Sie haben den Erhalt der E-Linie gesichert.
Edmond (Elu - Entlebuch - Jean-Paul (Fam. Imprévu))
Geboren 1977. Er war mehrere Jahre in Breuleux stationiert und hat zahlreiche gute Nachkommen hinterlassen, darunter Elvis, der Grossvater von Eclar.
Enjoleur (Elu - Radical - Ravissant)
Geboren 1979 und zahlreiche Jahre bei seinem Besitzer Jean Monin in Glovelier stationiert. Enjoleur hat 7 anerkannte Söhne, darunter Estafette, der seinerseits zwölf anerkannte Hengste, u.a. Elysée II, hinterlassen hat.
Eclar (Eco - Halliday - Vagabond)
7.81% Fremdblut, geboren 1994. Eclar ist Vater der anerkannten Hengste Ericson und Erode. Eclar hat zahlreiche Leistungen gezeigt: 1. am Stationstest in Avenches 1997 und Teilnahmen am Final Promotion CH Fahren 1997, 1998, 1999 und 2000. Man hat ihm 2002 den Titel «Vater der besten 3jährigen am Feldtest 2001» verliehen.
Elysée II (Estafette - Judo (Fam. Imprévu) - Héroïque)
Basis-Hengst (0.00% Fremdblut), geboren 1991. Elysée II hat drei anerkannte Söhne, Excell, El Paso und Espéranzo. Leistungen: Teilnahme am Final Promotion CH Fahren 1994.
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Unterlinie H (Familie Vaillant)
Unterlinie: Vaillant - Ravachol - Pacha - Péru - Habile - Wigar - Balbo - Hamid - Héroïque - Holding - Hésitant - Hunter

Hunter

Abstammung von Hunter
Hunter FMHésitant FMHolding FMHéroïque FMHamid FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Florida FMHoratio FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Bichette FMHomar FMDanube FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Mina FMHabile FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Fleurette FMHéroïque FMHamid FMBalbo FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Fambella FMIndex FM (Fam. Imprévu)
Coquette FMRadieux FMZéphir FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Valdine FM(Vacher / Fam. Vaillant)

Abstammung von Héroïque
Héroïque FMHamid FMBalbo FMWigar FMHabile FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Viktoria FMChasseur FM (Fam. Imprévu)
Muguette FMZéphir FMVerdun FM (Vacher / Fam. Vaillant)
Etoile FM(Ravachol / Fam. Vaillant)
Fambella FMIndex FMQuodex FMQuébec FM (Fam. Imprévu)
Lumina FMLoyal FM (Fam. Imprévu)
Fanny FMPionier FMKillian FM (Ravachol / Fam. Vaillant)
Offa FMImposant FM (Ravachol / Fam. Vaillant)

Nachkommen von Balbo
WigarBalboBaccara

Ballabio
Baltique
Bolivar
Boxeur
HamidHanoi

Harpagon
Harpon
HautainHarlemHarmel


Heluan
HurleventHallencourt
Hâte-toi
HéritierHommage
Héroïque siehe unten
Héron
HipposHerkules

Nachkommen von Héroïque
HéroïqueHabitus

HachischHiram
Hadès
HambourgEdam
HarryHarioHardi
Hautecloque
Havai
Hedjaz
Held
HelvétiqueHelvète
Héraclès
HéraldiqueHabicht

HawaiienHadji
Hérisson
HéritageHervé
HérodeHackney

Hanovre
Harley
Henriot
Hic
Hérodien
HerriotHoliday
Herzog
Heureux
Hillary
HindouHadoc
Historien
HoggarHooker

HusseinHugues
HoldingHésitantHunter siehe unten

Horaire
Honduras
HonoriusHongkong

Horatius
Huguenot
HussardHéricourt
Hutin

Nachkommen von Hunter
HunterHappy

HulaxHaron

HendrixHavane * Hamlet des ronds Prés *


Hariano *
Hippie *
Halloween *
Harquis *
Hâtif * Hiro *
Hébron *
Helix * Hermitage *

Hélipso *
Henrique *
Hergé *
Harvard *
Humagne *
Hallali *
Halvaro *
H-J-B *
Hombre *
Hold-upHanibo *
HumourHamar

HavenHallidayHaendel


Halladof *
Haumont *
Hebdo
Heli *
HéliumHimalaya
Herby *
Héritier des Sanges
Hidalgo
HiltonHaddaway

Hakam *
Halicton * Hastaire *

Hapedro *
Hobispo
Hauban *
Homer II
Hobby * HelloHalmé

Hortin
Houcine *
Hollywood * Hakim *

Harkon *
Hassan II
Henderson * Hérault *
Herkules II *
Holdboys
Hourasi *
Hyper *
HybrisHibiscus *

Honoret *
HurrikanHarison * Harding *


Hontario *
Hybrid
Harlem II
HublotHaïti

HavelHarlem II

Haskil
Hello-Dandy
Huston
Hugo
Humbolt
* noch lebende Zuchthengste

Die H-Linie: Hunter
Die H-Linie ist momentan die wichtigste Linie der Familie Vaillant und doch wäre sie einmal fast ausgestorben. Dank dem Hengst Hunter wurde die Linie gerettet. Ihr Fortbestand ist heute mit einer guten Anzahl Hengste gesichert.

Hunter kam am 2. April 1968 bei Xavier Bourquard in Glovelier zur Welt. Dieser etwas spätreife Hengst wurde erst mit 4 Jahren zur Zucht anerkannt. Danach hat er seine ganze Karriere als Zuchthengst in der Genossenschaft Schwarzenburg verbracht. Er ist der einzige Sohn von Hésitant.

Die Mutter von Hésitant, die Stute Bichette, ist eine Tochter der Stute Mina (Habile - Chasseur), welche den Stamm der Zucht der Gebrüder Monin aus Glovelier bildet. Es ist interessant festzustellen, dass einige Hengste der H-Linie - Havane, Helix, Harvard, Hauban, Haddaway - mütterlicherseits ebenfalls aus dem Stamm von Mina stammen.

In der Abstammung von Hunter findet man väterlicherseits berühmte Hengste wie Héroïque, seinen Urgrossvater mit mehr als 30 anerkannten Söhnen, oder auch Hamid und Balbo, Vater bzw. Grossvater des Hengstes Héroïque.

Die Mutter von Hunter, die Stute Fleurette, ist eine Tochter des Hengstes Héroïque.

Hunter hatte 3 anerkannte Söhne, darunter Humour und Hulax, welche ihrerseits zwei wichtige Zweige der H-Linie gegründet haben: Den Zweig Halliday, welcher ein Enkel von Humour ist, und den Zweig Hendrix, welcher ein Sohn von Hulax ist.

Man könnte die Analyse der Abstammungen der Hengste der H-Linie noch weiter treiben. Jedoch kann man zurzeit feststellen, dass die wichtigen Stammtiere oft nahe Verwandschaftsbeziehungen väterlicher- wie mütterlicherseits in der Herkunft vorweisen. Das erklärt auch die starke Vererbung dieser Linie und den Zuchterfolg, den sie in den letzten Jahrzehnten erreicht hat.

Im Hengstkatalog 2007 sind 45 Hengste der H-Linie aufgeführt. Das entspricht 24% aller in der Zucht eingesetzten Freibergerhengste. 720 Fohlen wurden durchschnittlich in den Jahren 2003/04 identifiziert. Das entspricht 24.2% der registrierten Fohlen in der ganzen Schweiz.

Die H-Linie hat sicherlich noch schöne Tage vor sich.

Fotos der Unterlinie H der Familie Vaillant

Balbo (Wigar - Chasseur)
Von seinen 6 anerkannten Söhnen ist Hamid bemerkenswert als Chef der H-Linie. Schon 1941 war Balbo ein sehr bekanntes Pferd. Er wurde als Hengst mit viel Gang angesehen und verkörperte das typische Jurapferd.
Héroïque (Hamid - Index - Pioner)
Schwerer Typ (740kg). Etwa dreissig seiner Söhne wurden als Zuchthengste anerkannt. Während 15 Jahren in den Freibergen stationiert. Gepaart mit guten Stuten aus der Wiege der Rasse hat er ausgezeichnete Hengste sowie Zuchtstuten produziert. Diese Pferde hatten zwar oft harte, kurze, x-beinige Gänge, aber die gut platzierte Schulter, der harmonische und kompakte Typ und die gut bemuskelte Kruppe haben diese Pferde gerettet.
Hunter (Hésitant - Héroïque - Radieux)
Retter der H-Linie, braun, 153cm.Typ ''Bund'', leichtes Modell, hübscher Kopf mit geradem Profil, gut geformter Hals, solider Rücken, ausgreifender Trab.
Hulax (Hunter - Horatio - Epinal)
Vater des Zweiges von Hendrix. Braun, 160cm, grosses, solides Modell, gut aufgesetzter Hals, solider Rücken, tief angesetzte Gelenke, korrekter Gang.
Hendrix (Hulax - Carlo - Las Vegas)
13 seiner Söhne wurden als Zuchthengste anerkannt. Seine Söhne haben oft auf sich aufmerksam gemacht, sei das bei der Selektion in Glovelier oder beim Stationstest in Avenches. Seine Töchter sind ebenfalls gute Zuchtstuten und viele davon auch Hengstmütter. Braun, 155cm, ausdrucksvoller Kopf, schönes Modell, solider Rücken, korrekter, elastischer und ausgiebiger Gang.
Humour (Hunter - Qui-Donc - Quintett)
Erzeuger des Zweiges von Halliday. Braun, 155cm, harmonischer und kompakter Typ, schöner, aus-drucksvoller Kopf, korrekter und energischer Gang.
Halliday (Haven - Alsacien - Hambourg)
Neben 13 anerkannten Söhnen wurden auch mehrere Enkel und Urenkel von Halliday anerkannt. Er hat auch viele ausgezeichnete Töchter hinterlassen. Die Blutkombination von Haven und Alsacien hat gut funktioniert. Braun, 158cm, grosses, imposantes Modell, ausdrucksvoller Kopf, solider Rücken, raumgreifender Gang.
Hollywood (Halliday - Jouvet - Raceur)
Acht seiner Söhne wurden als Zuchthengste anerkannt. Seine mütterliche Abstammung geht auf alte Linien der Domaine de Bellelay aus dem Jahr 1900 zurück.
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Die Familie Doktryner AV

Abstammung von Don Pablo
(AV=Arabisches Vollblut)
Don Pablo FMDoktryner AVMiercznick siwy
Janow Podlaski AV
Fetysz Janow
Podlasky AV
Bakszysz Slawuta AV
Koalicja
Radowce AV
Koheilan IV Bablona AV
Blaga ex Kuhailan
Zaid Babolna AV
Kuhailan Zaid or.ar.
Babolna AV
Kuhailan Abu Junub
or.ar. AV
11 Sigalvy-Bagdady II
Babolna AV
Siglavy-Bagdady II
Babolna AV
Haïtienne FMHéroïque FMHamid FMBalbo FM (Wigar-Habile /
Ravachol / Fam. Vaillant)
Fambella FMIndex FM (Quodex-Québec /
Chasseur / Fam. Imprévu)
Fauvette FMHoratio FMHorace FM (Drapeau-Zéphir /
Vacher / Fam. Vaillant)
Bichette FMCoral FM (Colon-Montagnard /
Ravachol / Fam. Vaillant)

Nachkommen von Doktryner

DoktrynerDon Camillo

8.5 Fohlen (0.28%)
Durchs. 2003/04
Don Diego
Don PabloDon FernandoDon Flamingo * Don Fenaco *

Dorin
Don Pedro
Don Quichotte
* Im FM-Hengstkatalog 2007 aufgeführte Zuchthengste, d.h. 2 Hengste aus der Familie Doktryner.

Die Linie Don

Ende der fünfziger Jahre beschlossen die Pferdezucht-Verantwortlichen mit der Zustimmung des Amtes für Landwirtschaft, neues Blut in die Freibergerrasse zu bringen. Zu diesem Zweck wurde auch der arabische Vollblüter Doktryner, welcher in Polen im Gestüt Michalov gekauft wurde, für Kreuzungsversuche benutzt, um einerseits die Eignung des Freibergers für das Reiten zu verbessern und andererseits bestimmte Fehler zu korrigieren, die zu oft vorkamen (gewöhnliche Köpfe, runde Gliedmassen). Doktryner wird als Hengst aus einer vornehmen Zuchtlinie seiner Rasse beschrieben - sein Stockmass beträgt 151cm. Er besitzt Vornehmheit und Adel und ist ein schöner Schimmel mit einem sehr schönen Kopf mit grossen Augen und einer breiten Stirn.

Doktryner wird von 1958 bis 1963 in der Zucht benutzt. Im Jahre 1964 verlässt er die Schweiz, um nach Polen zurückzugehen, zu einem lächerlichen Preis. Aber dann wurden erste arabische Nachkommen von Doktryner allgemein bekannt, und der Vater war wieder gesucht. Aus diesem Grund erwarben amerikanische Spezialisten der arabischen Rasse ihrerseits Doktryner zu einem sehr hohen Preis.

Der Vollblutaraber-Hengst Doktryner war 1960 und 1962 in der Hengststation Bellelay stationiert. Die Anzahl der zu deckenden Stuten war auf 30 begrenzt worden. Die Stuten mussten aus einer vornehmen Zuchtlinie stammen, rassetypisch und mit mindestens 84 Punkten bewertet sein. Ausserdem musste der Züchter für das Fohlen, das aus dieser Anpaarung stammte, eine Verkaufsvereinbarung unterschreiben. Das Fohlen sollte zum üblichen Preis ans Nationalgestüt verkauft werden, welches beauftragt wurde, diesen Kreuzungsversuch mit genauen Regeln durchzuführen. In diesen zwei Deckperioden in Bellelay hat Doktryner 30 bzw. 23 Stuten gedeckt.

Aus diesen Kreuzungsversuchen auch mit Stuten des Gestüts wurden 5 Hengste anerkannt, nämlich:

Diesen Versuchen war kein grosser Erfolg beschieden. Einzig der Hengst Don Pablo sicherte den Fortbestand dieses neuen Blutstromes mit den zwei anerkannten Söhnen Don Fernando und Dorin.

Über die Stuten aus dem Versuch gibt es wenig Informationen. Nach ihrer Aufzucht im Nationalgestüt wurden die Stuten an einer Auktion verkauft. Die Käufer, vor allem aus der französischen Schweiz, haben sie nicht für die Zucht der Freiberger benutzt, sondern eher für die Umwandlung der Rasse FM in Richtung des Halbblüters.

Heute sind nur zwei Hengste der Don-Linie noch im FM-Hengstkatalog 2007 aufgeführt:

Man muss hervorheben, dass Don Flamingo während der zwei letzten Deckenperioden bei Jean Monin in Glovelier stationiert gewesen ist.

Die Don-Linie gehört zum Projekt des Linienerhaltes, denn sie ist stark bedroht. In der Tat lag die Anzahl der Fohlen, welche in 2003/2004 identifiziert wurden, bei 8 (Durchschnitt der zwei Jahre), was 0.28% aller Fohlen entspricht, welche in der Schweiz identifiziert wurden. Wir können also die Initiative von Jean Monin, der Don Flamingo in Station genommen hat, und der Brüder Odiet, die den jungen Hengst Don Fenaco gekauft haben, nur begrüssen. In einer Zeit, wo die H-Linie besonders beliebt ist, kann die neue Zufuhr von Don-Blut im Jura nur die Vielfalt erhöhen. Und das kann für die Zukunft der FM-Zucht nur vorteilhaft sein. Wir wagen zu hoffen, dass die Don-Linie unsere Erwartungen erfüllen wird.

Fotos der Familie Doktryner
geboren 1950, Vollblutaraber

Haïtienne: Diese schwere Stute mit aussergewöhnlicher Abstammung wurde im Nationalgestüt für Kreuzungsversuche benutzt. Sie ist die Mutter der Hengste Don Pablo, Nelson, Sophiste und Don Quichotte.

Don Pablo (Doktryner-Héroïque-Horace): Züchter und Eigentümer: Nationalgestüt. Geboren 1.2.64; braun; Stockmass 158 cm; harmonischer Warmbluttyp mit wenig Hengstausdruck; korrekter und ergiebiger Gang.

Dorin (Don Pablo-Jura-Horace): Züchter: Gerber Isaak, Mont-Tramelan. Eigentümer: Domaine agricole Bellelay. Geboren 4.4.73; hellbraun; Stockmass 155 cm; mittelgross, im Schritt korrekt, elastischer und sehr ergiebiger Gang.

Don Fernando (Don Pablo-Gratulant-Zola): Züchter: Gerber frères, Les Joux, Prédame. Eigentümer: Haras national, Avenches. Geboren 12.4.73; braun, Stockmass 159 cm; Grosses Modell, leichte Disproportion zwischen Körper und Gliedmassen, elastischer und ergiebiger Trab.

Don Flamingo (Don Fernando-Uzès-Erlo): Züchter: Martin Bardill-Pleisch, Gadenstätt. Eigentümer: Braun Hans jun. Rothrist. Geboren 16.2.92; Fuchs; Stockmass 153 cm; eleganter, edler und ausdrucksvoller Hengst, schwungvoller und sehr ausgiebiger Trab. Dieser Hengst zeichnet sich einerseits durch seine Nachkommen aus und andererseits durch seine Leistungen im Sport.

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Die Familie Nello Schwedisches Warmblut

Abstammung von Nelson
(SW = Schwedisches Warmblut)
Nelson FMNello SWNepal SWPolarstern TKPortwein TK
Daisy SWOnkel TK
Camilla SWInfantPapaver TK
KättyAfghan
Haïtienne FMHéroïque FMHamid FMBalbo FM (Wigar-Habile /
Ravachol / Fam. Vaillant)
Fambella FMIndex FM (Quodex-Québec /
Chasseur / Fam. Imprévu)
Fauvette FMHoratio FMHorace FM (Drapeau-Zéphir /
Vacher / Fam. Vaillant)
Bichette FMCoral FM (Colon-Montagnard /
Ravachol / Fam. Vaillant)

Abstammung von No Limit
(SW = Schwedisches Warmblut)
No Limit FMNolo FMNicolo FMNeptun FMNelson FM (Nello SW)
Figini FMHugo FM (Humour-Hunter-Hésitant-Holding /
Ravachol / Fam. Vaillant)
Nivéole FMAlsacien FMAladin SW (Nepal SW)
Bichette FMJéricho FM (Jura-Jurassien-Lafayette-Chasseur /
Fam. Imprévu)
Fleurette FMHulax FMHunter FMHésitant FM (Holding-Héroïque-Hamid-Balbo-
Wigar-Habile / Ravachol / Vaillant)
Züsi FMHoratio FM (Horace-Drapeau-Zéphir-Verdun /
Vacher / Fam. Vaillant)
Fanny FMElu FMEpi d'Or FM (Eglon-Egal-Arbédo-Wigar-Habile /
Ravachol / Fam. Vaillant)
Corona FMIrmin FM (Irrlicht-Inka-Index-Quodex-Quebec-
Chasseur / Fam. Imprévu)

Nachkommen von Nello

NelloNelsonNectar

63 Fohlen (2.12%)
Durchs. 2003/04
NeptunNickel

Nicolo * Nolo * Nick *

No Limit *
* Im FM-Hengstkatalog 2007 aufgeführte Zuchthengste, d.h. 4 Hengste aus der Familie Nello.

Die P-Linie

Das N der Linie von Nello wurde durch ein P ersetzt (Polarstern, Grossvater von Nello), um die Verwirrung mit der N-Linie (Noé) zu umgehen. Die P-Linie entstand in den siebziger Jahren wieder dank der guten Stute Haïtienne, die nach einem Kreuzungsversuch mit dem schwedischen Hengst Nello am 1. Mai 1975 den Hengst Nelson zur Welt brachte.

Die Kreuzung mit dem schwedischen Hengst Nello, einem Sohn von Nepal wie Aladin, der Vater von Alsacien, wies keinen sehr grossen Erfolg auf. Den Produkten fehlte es deutlich an Homogenität und sie verkörperten oft nicht die Art des typischen Freiberger Pferdes. Die P-Linie ist heute nur mit 4 Hengsten vertreten (FM-Hengstkatalog 2007), welche Vater, Sohn und zwei Enkel sind. Obwohl diese Hengste keinen grossartigen Ruf haben, besitzen sie eine für die Vielfalt der Linien sehr wertvolle Blutführung.

Im Jahr 2006 wurde der Hengst No Limit anerkannt, Sohn von Nolo aus der Fleurette von Hulax. In Montfaucon, in der Wiege der Freiberger-Rasse, stationiert, nährt der junge Hengst alle unsere Hoffnungen für die Zukunft dieser interessanten Linie. Bei den Schauen von 2007 wurde der erste Jahrgang Fohlen von No Limit präsentiert; einige konnten sich sogar beim Fohlenchampionat hervortun. No Limit gewann ausserdem das Finale Promotion CH Fahren der 4jährigen in Avenches. In seiner Abstammung findet man eine interessante Kombination von wesentlichen Blutlinien der Freiberger-Rasse. Mütterlicherseits geht seine Abstammung zurück auf Irmin aus der Linie von Index - Quodex - Chasseur - eine schon seit langer Zeit ausgestorbene Linie. In den Jahren 2003/2004 wurden durchschnittlich 63 Fohlen aus der P-Linie identifiziert, was 2.12% aller in der Schweiz identifizierten Fohlen entspricht. Es bleibt nur zu hoffen, dass No Limit unsere Erwartungen erfüllt und mit Erfolg zum Erhalt der P-Linie beiträgt.

Fotos der Familie Nello
Nello: Schwedisches Warmblut von Nepal SW - Infant

Haïtienne: Héroïque - Horatio - Coral.

Nelson: geboren 1975 / Nello - Héroïque - Horatio - Coral.

Nicolo: geboren 1988 / Neptun - Hugo - Opus - Rictus.

Nolo: geboren 1994 / Nicolo - Alsacien - Jéricho - Elu.

No Limit, geboren 2003 / Nolo - Hulax - Elu - Irmin.

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Die Familie Alsacien Schwedisches Warmblut

Abstammung von Alsacien
(SW = Schwedisches Warmblut)
Alsacien FMAladin SWNepal SWPolarstern TKPortwein TKTK
Filiale IV/400TK
Daisy SWOnkel TKTK
Diana 3787SW
Hera SWHeristal TKHyperion TKTK
Heta (Trak. Fam.)TK
Ladine SWLargo SWTK
Lagan 4384SW
Javotte FMJurassien FMLafayette FMChasseur FMMax II FMFam. Imprévu
Rubine FMVainqueur FMFatal, Fam. Daniel (belge)
Züsi FMRoméo FMRubis FMVacher/Fam. Vaillant
Mirka FMComet FMFatal, Fam. Daniel (belge)
Bichette FMYoung Boy FMHabile FMPéru FMRavachol/Fam. Vaillant
Cora FMBill FMFam. Kermès (anglo-normand)
Miquette FMWigar FMHabile FMPéru-Ravachol/Fam. Vaillant
FannyChasseur FMFam. Imprévu

Nachkommen von Alsacien

AlsacienLafitteLa FontaineLoréal

817 Fohlen
(27.43%)
Durchs.
2003/04

Lirac
Lotus
Ludivin
Lukas *
LambertoLambado *

Lolo
LaskoLacoste *

L'Elan
L'Astuce *
Las VegasL'As de Coeur * Look

Lindor
Laurier-Rose
Laurel
L'AzurLayko
LeaderLecarlo

Lister
Le FigaroLocarno * Lamento

Lascar * Lamar *

Lariboy *
Legato * Lambswool * Latéo *

Lexter *
Lasting
L'Aura *
Loky
Libanon
Libéral
Livius
Loïc
LordLewis
LorentzLabel
LorrainLegal *

Liceur *
Lindorain *
Lorano *
LorradoLars *

Lingo *
LoganLordon *
Lorambo * Lucky
Loreto *
Louis *
Lucifer
Luriel
Luxeur * Lambado Boy * Libéro * Lafleur


L'Artiste *
Littoral *
Lyroi *
Luberon *
Lubard
Loyal IILucky LukeLucky Boy * Liberty *


Listel
Loio * Lirius *
Looping * Lancelot *
Lucky Star *
Lambrusco
Lugari *
Lutteur II
Ludovic
LuscoLorenzo

Lustig
Lutin
* Im FM-Hengstkatalog 2007 aufgeführte Zuchthengste aus der Familie Alsacien.

Die L-Linie
(Quelle «Des Chevaux et des Hommes» von Vincent Wermeille)

Alsacien wurde im Frühjahr 1969 im Nationalgestüt in Avenches geboren. Er ist ein Kreuzungsprodukt des schwedischen Hengstes Aladin (Nepal) und der FM-Stute Javotte (Jurassien-Young Boy).

Die Ankunft des Hengstes Alsacien war kein Zufall, denn bereits seit den vierziger Jahren wurden mehrere Kreuzungsversuche zur Veredelung unternommen, ohne viel Erfolg.

Zur Erinnerung seien hier einige der wichtigsten verwendeten Hengste aufgeführt:

Zurück zu Alsacien:Auf der Grundlage von mehreren Analysen über die Entwicklung der Freiberger-Rasse wurden sich die Zuchtverantwortlichen Anfang der siebziger Jahre bewusst, dass das FM-Pferd, ein exzellentes Zugpferd, mehr und mehr als Sport- und Freizeitpferd genutzt wurde. Die Zuchtverantwortlichen waren überzeugt, dass der Freiberger durch Fortsetzung der Kreuzungen mit fremden Hengsten unbedingt verbessert werden musste, um die Zukunft der FM-Rasse zu sichern.

Und so anerkannte 1972 die Eidgenössische Expertenkommission Alsacien als Zuchthengst. Alsacien begann seine Karriere als Zuchthengst in der Deutschschweiz. 1974 wurde er in Breuleux stationiert, in der Wiege der Freiberger-Rasse. Jedes Frühjahr bis 1986 war er wieder dort stationiert. Sehr bald erwies sich Alsacien als grossartiger Vererber, der zuverlässig seine Eleganz und seinen Adel an seine Nachkommen weitergab. Er war sehr beliebt bei den Züchtern und Anhängern des 'modernen' Typs. Die Züchter kamen manchmal von weit her, um ihre Stuten von Alsacien decken zu lassen. Allerdings hatte er keine Chance bei Züchtern, welche dem traditionellen Typ FM-Pferd verbunden blieben. Diese warfen ihm seinen Halbblut-Typ und die Fuchsfarbe vor. Trotz dieser Kritik und einer damals verbreiteten Warnung vor Strahlbeinlahmheit - ein erbliches Risiko über Alsaciens Mutter Javotte -, bekam diese Kreuzung bzw. die 'Alsacien'-Mode immer grössere Bedeutung. Es fand eine kleine Revolution in der Freibergerzucht statt und sogar die Experten machen dabei mit. In den Achziger-Jahren stammten 50% bis 80% der anerkannten Hengste aus der Alsacien-Linie. In der Folge gingen einige reine Freiberger-Blutlinien unwiederbringlich verloren.

In den letzten dreissig Jahren hat Alsacien die Freibergerzucht sehr stark geprägt, wie das zu ihrer Zeit die Hengste Vaillant, Ravachol, Chasseur, Habile, Drapeau, Jurassien und Raceur taten. Denn Alsacien hat mehr als zwanzig anerkannte Söhne gezeugt, von denen die Hengste Laffitte, Lorrain, Le Figaro und Loyal II durch ihre männlichen Nachkommen am meisten zum Fortbestand der L-Linie beitrugen. Heute sind Locarno, Legato, Lorrado, Libéro und Lucky Boy von grossem Wert für die Zukunft der L-Linie. Alsacien hat nicht nur Hengste gezeugt, sondern auch viele Töchter, welche qualitätsvolle Hengste hinterlassen haben. Erwähnenswert sind unter anderem: Halliday, Nagano, Noble Coeur, Charleston, Castello, Nolo, Roucki, Vainqueur, usw. Der Einfluss von Alsacien beschränkt sich nicht nur auf die L- Linie, sondern auch auf andere Hengst-Linien. Bei der Analyse der Abstammung der 190 im Katalog 2007 aufgeführten Hengste stellt man fest, dass 80% der Hengste Blut von Alsacien bzw. Aladin führen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass 2003 und 2004 die L-Linie (Alsacien) 817 Fohlen (Durchschnitt der beiden Jahre) zählen konnte, was 27.43% der identifizierten Fohlen entspricht. Die L-Linie steht an der Spitze der Liste nach der Zahl der Fohlen pro Linie. Sie wird gefolgt von der H-Linie mit 24.17% und der N-Linie (Noé) mit 12.42%.

Der Erfolg von Alsacien gebührt sicher nicht ausschliesslich der Zuführung von Blut des schwedischen Hengstes Aladin, sondern für viele auch seiner Mutter Javotte von Jurassien, Young Boy, Wigar, Chasseur. Wir erinnern daran, dass Wigar Vater der Hengste Arbédo und Balbo ist, Stammväter der Linien H bzw. E. Diese Abstammung konnte daher nicht versagen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die L-Linie sehr stark in der Freibergerzucht verankert ist und dennoch bei der Hengstselektion in Glovelier Anfang Januar kein Hengst der L-Linie für den Stationstest ausgewählt wurde. Ist das ein Zufall oder ein Zeichen, dass das Interesse der Züchter sich derzeit eher auf andere Linien verlegt? Insbesondere der in den letzten Jahren sehr beliebten H-Linie gelang bei der letzten Selektion in Glovelier das Meisterstück, 7 von 15 Hengsten für den Test in Avenches zu qualifizieren. Die H-Linie hat auch von der Blutzufuhr von Alsacien profitiert, die man in der Abstammung sehr einflussreicher Hengste wie Halliday und Hendrix findet.

Fotos der Familie Alsacien
Aladin SW (Nepal - Heristal - Largo)

Javotte FM (Jurassien - Young Boy - Wigar - Chasseur)

Alsacien FM (Aladin - Jurassien - Young Boy)

Lorrain FM (Alsacien - Joratio - Jura)

Lucky Boy FM (Lucky Luke - Cyprien - Humour)

Lucky Star FM (Lucky Boy - Rocard - Rivarol). 3.13% Fremdblut/Faktor Basis. Einziger Hengst der L-Linie mit weniger als 4% Fremdblut.

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Die Familie Noé CH-Warmblut

Abstammung von Noé
(PS = Vollblut; SF = Selle Français; SW = Schwedisches Warmblut)
Noé CHNatif de Signet SFGoeland SFIbrahim SFThe Last Orange SF
Radieuse SFUltimate xx PS
Etoile Signoret SFMersebourg SFGagne si Peu SF
Nudiste SFMaroc SF
Salomé CHSirocco SWCosmos xx PSDarbhanga xx PS
Singoalla SWDiogenes SW
Artémis CHAladin SWNepal SW
Ritournelle CHRince-l'Oeil SF

Abstammung von Népal
(PS = Vollblut; SF = Selle Français; SW = Schwedisches Warmblut)
Népal FMNoé CHNatif de Signet SFGoeland SFIbrahim SF
Etoile Signoret SFMersebourg SF
Salomé CHSirocco SWCosmos xx PS
Artémis CHAladin SW
Bijou FMDiogenes FMDior FMDrapeau FM (Vacher/Fam. Vaillant)
Pâquerette FMJe Plais FM (Fam.Imprévu)
Bichette FMBerlincourt FMBouclier FM (Vacher/Fam. Vaillant)
Bagatelle FMRudebec FM (Vacher/Fam. Vaillant)

Abstammung von Nestor
(PS = Vollblut; SF = Selle Français; SW = Schwedisches Warmblut)
Nestor FMNoé CHNatif de Signet SFGoeland SFIbrahim SF
Etoile Signoret SFMersebourg SF
Salomé CHSirocco SWCosmos xx PS
Artémis CHAladin SW
Züsi FMDiogenes FMDior FMDrapeau FM (Vacher/Fam. Vaillant)
Pâquerette FMJe Plais FM (Fam. Imprévu)
Favette FMEditeur FMElu FM (Ravachol/Fam. Vaillant)
Marquise FMJimmy FM (Fam. Imprévu)

Abstammung von Nico
(PS = Vollblut; SF = Selle Français; SW = Schwedisches Warmblut)
Nico FMNoé CHNatif de Signet SFGoeland SFIbrahim SF
Etoile Signoret SFMersebourg SF
Salomé CHSirocco SWCosmos xx PS
Artémis CHAladin SW
Babette FMDiorit FMDior FMDrapeau FM (Vacher/Fam. Vaillant)
Pâquerette FMJe Plais FM (Fam. Imprévu)
Barka FMElu FMEpi d'Or FM (Ravachol/Fam. Vaillant)
Babette FMRastignac FM (Vacher/Fam. Vaillant)

Nachkommen von Noé

NoéNépal * Nardin

370 Fohlen
(12.43%)
Durchs.
2003/04

Neckar * Nevado *
Néco * Nino FW *
Negro BW *
Néjack *
Nutz
Nestor * Nabucco *

Nickel *
Norway *
Nico * Nagano * Neptune des champs *


Nocturne des champs *
Nolane *
Naguar * Nectar II *
Natif des Aiges *
Navaro
Nirvana
Noveli *
Noble Coeur * Nasch du Peupé

Nautilus *
Nébraska des Aiges *
Noble des Gratte *
Novartis *
NohaNanking des Aiges *
Noerdo
Noldi
* Im FM-Hengstkatalog 2008 aufgeführte Zuchthengste aus der Familie Noé.

Die N-Linie
(Quellen «Des Chevaux et des Hommes» von Vincent Wermeille; 100 Jahre Pferdezuchtgenossenschaft Amt Seftigen und Bütschelegg-Genossenschaft)

Obwohl Ende der achtziger Jahre die Nachkommen von Alsacien zahlreich und häufig im Warmbluttyp waren, entstand bei den Zuchtverantwortlichen die Idee, einen weiteren Warmblut-Hengst in der Freibergerzucht einzusetzen. So wurde ein Antrag ans Bundesamt für Landwirtschaft gestellt, welches einen Kreuzungsversuch mit den CH-Warmbluthengsten Noé und Qui-Sait bewilligte. Dies traf nicht die einhellige Zustimmung der Züchter. Es wurde in einigen Kreisen sogar scharf kritisiert, dass diese neue Einkreuzung eher eine neue Pferderasse schaffen, als die Freibergerrasse modernisieren würde.

Als einige Jahre später die Nachkommen dieser Kreuzungsversuche auftraten, beschleunigte sich der Rückgang der reinrassigen Freibergerpferde (mit weniger als 2% Fremdblut). Diese Situation trieb Züchter und Nutzer von Freiberger-Pferden zur Entscheidung, Massnahmen zur Erhaltung dieses Erbgutes zu treffen, bevor es vollständig verschwunden war. Sie gründeten 1997 in Schönbühl «die Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Original Freibergerpferdes». Seither wurde der Rückgang der reinen Freiberger (Basis) gebremst.

Der Direktor des Nationalgestüts hatte damals das Vorgehen folgendermassen erklärt: «Es sind die zwei Freiberger-Zuchtgenossenschaften, die einen entsprechenden Antrag stellten. Zwei Ziele werden verfolgt. Erstens das Problem der Inzucht, die Angst, in einer Sackgasse zu landen. Zweitens soll ein Pferd gefunden werden, welches sich gut verkauft. Alsacien hat sich bewährt. In der Zucht werden zwei Verbesserungen der Freiberger angestrebt: der Widerrist, für die Sattellage, der häufig zu rund ist, und der oft gelaufene Galopp. Zu verbessern sind die Schrittlängen, die Gangarten... Die Kreuzung ist nicht die einzige Methode, um dies zu erreichen. Es gibt auch die Selektion. Die Richtlinien dazu sind klar, wobei die Eigenschaften des Freiberger-Pferdes erhalten werden sollen».

Der Hengst Noé CH auf Station in Bütschelegg
Während die Jurassier verhandelten und sich nicht auf einen Warmbluthengst einigen konnten, begutachteten der Präsident und der Geschäftsführer der Zuchtgenossenschaft Amt Seftigen am 11. November 1989 in Avenches den CH-Warmbluthengst «Noé», geb. 1984 (Native de Signet SF - Sirocco SW - Aladin SW), 161cm Stockmass. Dank diesem geschickten Schachzug bekam die Zuchtstation Bütschelegg im Frühjahr 1990 den Hengst Noé. Er wurde für gute, vorher ausgewählte Freiberger-Stuten benutzt, welche braun mit wenig Abzeichen sein mussten. «Noé» deckte 1990 24 Stuten und 1991 34 Stuten.

Die Kreuzung mit Noé hatte schönen Erfolg, besonders mit den Töchtern des Hengstes «Diogenes» und von dessen Bruder «Diorit», beide mit der Abstammung Dior - Je Plais - Rauraque - Horace, aus der momentant stark bedrohten D-Linie Drapeau. Diogenes und Diorit waren von mittlerer Grösse (154cm Stockmass), edel und kompakt. Das erklärt vielleicht den Erfolg und die Homogenität der Pferde aus dieser Kreuzung.

Fazit
Noé hat neues Blut die FM-Rasse gebracht, während seine drei anerkannten Söhne, Nestor, Nico und Népal, durch ihre mütterliche Abstammung zur Blutvielfalt beitrugen und dabei die D-Linie (Drapeau) aufwerteten. In der mütterlichen Abstammung des Hengstes Népal gibt es noch die B-Linie (Bouclier), die nicht mehr existiert. Seine Grossmutter mütterlicherseits, die Stute Bichette, war eine Tochter des Hengstes Berlincourt.

Noé hinterliess qualitätsvolle, moderne Freiberger, die sich durch gute Gangarten und einen guten Charakter auszeichnen. Es erstaunt daher nicht, dass die N-Linie die drittwichtigste Linie ist mit 370 Fohlen, was 12.42% aller in der Schweiz registrierten FM-Fohlen entspricht (Durchschnitt der Jahre 2003/2004).

Fotos der Familie Noé
Noé CH (Natif de Signet SF/Sirocco SW/Aladin SW)

Diogenes FM (Dior/Je Plais/Rauraque/Horace), Jahrgang 1969.

Népal (Noé CH/Diogenes/Berlincourt), Jahrgang 1992.

Nico (Noé CH/Diorit/Elu), Jahrgang 1991.

Nestor (Noé CH/Diogenes/Editeur), Jahrgang 1991.

Noble Coeur (Nico/Alsacien/Judäa/Bouclier), Jahrgang 1998.

Nejack (Népal/Cojack/Domherr/Universel), Jahrgang 1996.

2007 war Inzucht mehr denn je ein aktuelles Thema, zumal die Zukunft der FM-Rasse auf Selektion in Reinzucht beruht und nicht auf der Kreuzung, seit das Stud-Book 1997 geschlossen wurde. Die Zuchtverantwortlichen waren sich der Lage so gut bewusst, dass sie es für notwendig hielten, das Zuchtreglement an die Entwicklung der Pferdewelt anzupassen. Sie machten einen Revisionsentwurf, welcher unter anderem das Eintragen aller FM-Pferde ermöglicht und auch allen Pferdezüchtern unabhängig von ihrer Ausrichtung erlaubt hätte, den gewünschten Platz im Zuchtverband zu finden. Leider war auf der Hauptversammlung des FSZV im Frühling 2008 die Revision umstritten, und es wurde keine ausreichende Mehrheit gefunden. Wie schade, dass eine Mehrheit der Delegierten die Herausforderung dieses Ansatzes nicht erkannte! Die Ablehnung dieses Entwurfs wird vor allem zur Folge haben, die Verfechter der reinen FM-Rasse (Basis) in ihren Überzeugungen zu stärken, und zu möglichen Abspaltungen führen.
Fortsetzung folgt also.

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Die Familie Qui-Sait CH-Warmblut

Abstammung von Qui-Sait
(PS = Vollblut; SF = Selle Français; SW = Schwedisches Warmblut)
Qui-Sait CHQuai d'Orsay CHQue d'Espoir SFIbrahim SFThe Last Orange SF
Girondine SFUltimate xx PS
Julia SWBarbarossa SWNovarro SW
Jenny SWJanuas SW
Salomé CHSirocco SWCosmos xx PSDarbhanga xx PS
Singoalla SWDiogenes SW
Artémis CHAladin SWNepal SW
Ritournelle CHRince-l'Oeil SF

Nachkommen von Qui-Sait

Qui-SaitQuarz

149 Fohlen
(5.0%)
Durchs.
2003/04
Quebec II *
Queens * Quemoy *

QuésacQuendal *
QuinoaQuistar *

Quat-Sous *
Quinto * Quarex *
QuitusQuemir
* Im FM-Hengstkatalog 2008 aufgeführte Zuchthengste aus der Familie Qui-Sait.

Die Q-Linie Qui-Sait
(Quellen «Des Chevaux et des Hommes» von Vincent Wermeille)

Wir beschliessen unsere Serie über die Freiberger Hengst-Familien mit der neusten Linie des CH-Hengstes Qui-Sait. Die Einkreuzung mit dem Halbblut-Hengst Qui-Sait CH fand in derselben Zeit statt wie die Kreuzungsversuche mit dem Hengst Noé CH.

Der Halbblut-Hengst Qui-Sait CH, geboren 1985, war 1991 und 1992 in Les Breuleux stationiert, in der Wiege der Freiberger-Rasse, wo er 24 bzw. 32 Stuten deckte. Anfangs zeigten einige Züchter eine gewisse Skepsis bezüglich der Ergebnisse dieser Kreuzung. Ihre Bedenken betrafen den Typ und vor allem auch den Charakter der Kreuzungsprodukte von Qui-Sait. Dieses Gefühl bestätigte sich einige Jahre später. Die Nachkommen von Qui-Sait waren weniger homogen als diejenigen von Noé, und dies sowohl im Exterieur wie auch im Charakter. Es ist bemerkenswert, dass die für die Kreuzung mit Qui-Sait ausgewählten Stuten sehr verschiedene Abstammungen vorweisen, während bei Noé fast alle benutzten Stuten Töchter des Freiberger-Hengstes Diogenes waren, also von homogener Abstammung. Zudem stammen Noé und Qui-Sait aus der gleichen Mutter, aber sie haben verschiedene Väter. Noé ist ein Sohn von Native Signet SF von Goeland SF. Qui-Sait ist ein Sohn von Quay d'Orsay CH von Que d'Espoir SF. Diese Angaben erklären vielleicht den Unterschied zwischen den Nachkommen Noés und Qui-Saits.

Die Kreuzungsprodukte von Qui-Sait sind im Allgemeinen im Typ nahe beim Halbblüter. Diese Tendenz ist bei den Söhnen stärker ausgeprägt. Von Qui-Saits Töchtern sind noch acht im Freiberger-Zuchtbuch 2007 eingetragen. Sie sind alle in der Wiege der Freiberger-Rasse stationiert. Diese Stuten zeigen die unbestreitbaren Qualitäten von guten Zuchtstuten. Einige sind Mütter oder Grossmütter von Hengsten. Prunelle (Qui-Sait/Enjoleur) ist die Mutter des Hengstes Lasting von Legato. Monia (Qui-Sait/Edmond) ist die Grossmutter mütterlicherseits des Hengstes Nino FW (Néco/Hakim/Qui-Sait). Schliesslich ist die Stute Malaisie (Qui-Sait/Rivarol/Joker) Mutter der Hengste Excell von Elisée II und L'Aura von Legato. Malaisie ist auch die Grossmutter mütterlicherseits der Hengste Vitali (Vaucluse/Hello/Qui-Sait) und Halloween (Havanna/Lorenzo/Qui-Sait). Von den Töchtern von Malaisie erwähnen wir noch die Stute Malice von Legato, die an der Fahr- WM in Polen im August 2008 teilgenommen hat.

Der Hengst Qui-Sait hat Eleganz und verbesserte Grundgangarten in die Zucht gebracht. Er hat in diesem Punkt die Erwartungen der Züchter erfüllt. Hingegen haben sich die Nachkommen von Qui-Sait von einem besonders ruhigen und gehorsamen Verhalten entfernt, wie das für ein im Freizeitsport eingesetzten Freibergerpferd erwartet wird. Die Zuchtwertschätzung bei den Feldtests 2006 und 2007 geben hierzu nützliche Informationen. Man stellt fest, dass bei den Teilnehmern aus der Q-Linie (Qui-Sait) die Noten für das Verhalten im Gespann und unter dem Sattel unter dem Durchschnitt liegen.

Die Züchter und vor allem die Nutzer müssen sich daher unbedingt vor Augen halten, dass ein ausgeglichener, ruhiger und williger Charakter die Stärke des Freiberger-Pferdes bleiben muss. Aus diesem Blickwinkel weist alles darauf hin, dass die Q-Linie kaum erhalten bleiben wird. Sieben Hengste aus der Q-Linie sind im Hengstkatalog 2008 aufgeführt, und dennoch ist die Zahl der identifizierten Fohlen aus dieser Linie von 162 Fohlen im Jahr 2004 auf 64 Fohlen im Jahr 2007 zurückgegangen, d.h. von 5,5% auf 2,5% aller identifizierten FM-Fohlen. Für das Jahr 2007 stehen die Hengste Quinto (Qui-Sait/Judäa) und Queens (Qui-Sait/Judäa) an der Spitze mit 14 bzw. 12 Fohlen. Ihnen folgt Quarex (Quinto/Leader) mit 10 Fohlen. Die anderen Hengste der Q-Linie haben alle weniger als 10 Fohlen gehabt.

Fotos der Familie Qui-Sait
Qui-Sait CH (Quai d'Orsay CH / Sirocco SW / Aladin SW)

Que d'Espoir SF: Grossvater von Qui-Sait. Que d'Espoir ist der Bruder der SF-Hengste Ivoire und Almé. Der Ausnahmehengst Almé erscheint in derAbstammung von zahlreichen Pferden, welche auf sehr hohem Niveau im Sport eingesetzt werden.

Quinto (Qui-Sait / Judäa / Jura)

Queens (Qui-Sait / Judäa / Jura)

Quebec II (Qui-Sait / Vagabond / Jaguar)

Quinoa (Qui-Sait / Radical / Dior)

Quitus (Qui-Sait / Carnot / Regulus)

Fazit
In dieser Serie haben wir alle derzeit bestehenden Hengst-Linien beschrieben. Wir hoffen, dass die in unserer Zeitung veröffentlichten Artikel nützliche Informationen darstellen für die Züchter, für die Nutzer wie auch die Sympathisanten des Freiberger-Pferdes. Wir wagen auch zu hoffen, dass die Zuchtverantwortlichen die notwendige Klarsicht beweisen werden, um auch in Zukunft den Fortbestand dieser einzigartigen Pferderasse zu gewährleisten.

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Der Hengst Lasting ist das Produkt einer Stute von Qui-Sait

Der Hengst Lasting kam 1998 bei Jean-Claude Frossard in Les Pommerats auf die Welt. Er wurde 2001 als Zuchthengst gekört und durch das Nationalgestüt Avenches erworben. 2005 wurde er wegen seines unerwünschten Verhaltens Koppen aus der Zucht zurückgezogen.

Obwohl die Züchter 1997 beschlossen haben, das Zuchtbuch zu schliessen - was bedeutet, dass die Freibergerzucht als Reinzucht betrieben wird -, ist es trotzdem möglich, über sorgfältig ausgewählte Anpaarungen, Produkte wie den Hengst Lasting zu erhalten, mit einem sehr hohen Fremdblutanteil.

Das Freibergerpferd Lasting führt also einen Fremdblutanteil von 34.38%. Und dennoch ist er das Produkt von Freiberger-Eltern. Sein Vater Legato von Locarno und seine Mutter Prunelle von Qui-Sait führen 18.75% bzw. 50% Fremdblut. Aber damit kommen in der Herkunft von Lasting eine ganze Reihe fremder Hengste vor: Qui-Sait CH von Quai d'Orsay CH; Orient CH von Orimate du Mesnil SF; Ivoire SF und dessen Bruder Que d'Espoir SF, beide von Ibrahim SF; Barbarossa SW von Novarro SW; Sirocco SW von Cosmos xx PS; Rince l'oeil SF von Rantzau xx PS und dreimal der Schwedische Warmblut-Hengst Aladin von Nepal. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Lasting eher wie ein Halbblüter wirkt als wie ein Freiberger. Auch seine sportlichen Leistungen im Fahren und in der Dressur sind deutlich höher als beim Durchschnitt der Freiberger-Pferde.

Nachdem er sich im Fahren bei nationalen und internationalen Wettkämpfen hervorgetan hatte, hat Lasting ebenso wie die Stute Malice (auch von Legato - Qui-Sait) an der Einspänner-Fahr-WM teilgenommen, welche vom 28. bis 31. August dieses Jahres in Polen stattfand.

Mit grosser Zufriedenheit haben wir der Teilnahme dieser beiden Schweizer Ausnahme-Pferde an den Prüfungen der Fahr-WM zugesehen und miterlebt, wie das Schweizer Team die Bronzemedaille gewinnen konnte. Sind aber die Pferde Lasting FM und Malice FM wirklich gute Vertreter der Freiberger-Zucht? Kürzlich sagte ein Kenner der Pferdezucht zu mir: 'Diese Pferde sind keine Freiberger mehr, sondern wir sollten sie AQFM (autre que Franches-Montagnes = anders als Freiberger) nennen, analog zu AQPS (autre que pur-sang = anders als Vollblut), das in Vollblutkreisen für Nicht-Vollblüter verwendet wird'.

Lasting (Legato / Qui-Sait / Enjoleur)

Abstammung von Lasting
(PS = Vollblut; SF = Selle français; SW = Schwedisches Warmblut)
Lasting FM 34.4%Legato FM 18.75%Locarno FM 18.75%Le Figaro FM 25%Alsacien FM 50%Aladin SWNepal SW
Javotte FMJurassien FM
Cosette FM 0%Jivago FMJe Plais FM
Coquette FMRubin FM
Mignonne FM 12.5%Cabaret FM 25%Juchêne FMJury FM
Mädi FMOrient CH
Zita FM 0%Didelot FMDiogenes FM
Corida FMEisenhower
Viktoria FM 18.75%Vulcain FM 25%Va-et-vient FM 0%Vagabond FMVerdic FM
Rousette FMJoachim FM
Fauvette FM 50%Ivoire SFIbrahim SF
Coquette FMHoratio FM
Si-belle FM 12.5%Libéral FM 25%Alsacien FMAladin SW
Duchesse FMJura FM
Médaille FM 0%Jouvet FMJura FM
Jeannette FMJe Plais FM
Prunelle FM 50%Qui-Sait CH 100%Quai d'Orsay CM 100%Que d'Espoir SF 100%Ibrahim SFThe Last Orange
Girondine SFUltimate xx PS
Julia SW 100%Barbarossa SWNovarro SW
Jenny SWJanus SW
Salome CH 100%Sirocco SW 100%Cosmos xx PSDarbhanga xx PS
Singoalla SWDiogenes SW
Artemis CH 100%Aladin SWNepal SW
Ritournelle CHRince l'oeil SF
Etincelle FM 0%Enjoleur FM 0%Elu FM 0%Epi d'Or FMEglon FM
Bichette FMQui-donc FM
Peggy FM 0%Radical FMRéacteur FM
Princesse FMRavissant FM
Jeannette FM 0%Jean-Daniel FM 0%Joker FMJurassien FM
Mina FMDrapeau FM
Diana FM 0%Daumont FMDrapeau FM
Rösli FMDiabolo FM

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Vergleich der Fohlen 2003/2004 mit den Pferden an den Feldtests 2006/2007

Feldtest 2006/2007
In den Jahren 2003 und 2004 wurden 3011 bzw. 2944 Fohlen identifiziert. Die untenstehenden Tabellen zeigen, was drei Jahre später aus diesen Fohlen geworden ist. 933 junge Pferde (d.h. 31%) haben im Jahr 2006 bzw. 1027 (34.9%) im Jahr 2007 den Feldtest absolviert. Unter der Annahme, dass aus verschiedenen Gründen nicht alle Dreijährigen am Feldtest mitmachen, schätze ich, dass etwa 40% der identifizierten Fohlen im Alter von drei Jahren noch am Leben sind. Diese Zahlen zeigen uns, dass zu viele Fohlen das Erwachsenenalter nicht erreichen, d.h., den Weg in die Metzgerei nehmen.

Seit einigen Jahrzehnten ist die Nutzung der Freibergerpferde aufgelebt. Der Freiberger nimmt beim Fahren, in der Freizeitreiterei, bei Wanderritten, im Westernreiten und in der Therapie mit Pferden eine immer wichtigere Stellung ein. Er ist auch das Zugpferd par Excellence für die Land- und Forstwirtschaft im Zusammenhang mit den wachsenden Bereichen Ökologie und Umweltschutz. Im Laufe der Zeit konnte sich die Rasse auf die Bedürfnisse des Marktes einstellen. Dies bedeutet, dass das Marktpotenzial der Freiberger in vollem Wachstum ist. Trotz der grossen Begeisterung für die Freiberger erreichen dennoch nur 40% der Fohlen das Alter von drei Jahren, die anderen 60% verschwinden lange vor diesem Alter. Damit behält der Freiberger den Ruf eines 'Metzg-Pferdes', den er nicht verdient. Um diesen Trend umzukehren, müssen Massnahmen zur Förderung der Aufzucht von Freiberger-Fohlen gesucht werden. Es ist bekannt, dass die Schaunoten auf dem Fohlenmarkt eine grosse Bedeutung haben. Daher wäre eine andere Art der Fohlenbeurteilung wünschenswert. Die Einführung einer flexibleren und mehr auf die gesellschaftlichte Entwicklung angepasste Punktierung - d.h. ein weniger auf Elimination ausgerichtetes System - würde potenzielle Käufer eher zum Kauf eines Freiberger-Fohlens ermuntern, als sie bei anderen Rassen suchen zu lassen. Utopie? Gar nicht, sondern eine grosse Arbeit in Aussicht!

Fohlen 2003 verglichen mit der Anzahl der Dreijährigen am Feldtest 2006, nach Linie.
LinieFohlen 2003Feldtest 2006
#Gew.#% 06/03Gew.F Stud-BookF RegisterM
(L) Alsacien85928.5326630.9628.501591196
(H) Héroïque74224.6422430.1824.00132884
(N) Noé34211.3612937.7113.8076548
(C) Chasseur33010.9610130.6010.8067628
(E) Elu2317.678436.369.0044337
(V) Vagabond1886.243317.553.532427
(Q) Qui-Sait1354.484533.334.8224912
(R) Raceur882.922123.862.2515-6
(P) Nello682.261725.001.821214
(D) Drapeau170.57741.170.75214
(Don) Doktryner110.37654.540.64312
Total:301110093330.99100.0055847328

Fohlen 2003 verglichen mit der Anzahl der Dreijährigen am Feldtest 2006, nach Familie.
FamilieFohlen 2003Feldtest 2006
#Gew.#% 06/03Gew.F Stud-BookF RegisterM
F.1 : Vaillant126642.0536929.1539.5021714138
F.26 : Alsacien85928.5326630.9628.501591196
F.27 : Noé34211.3612937.7113.8076548
F.3 : Imprévu33010.9610130.6010.8067628
F.28 : Qui-Sait1354.484533.334.8224912
F.25 : Nelson682.261725.001.821214
F.22 : Doktryner110.36654.540.64312
Total:3011100.0093330.99100.0055847328

Fohlen 2004 verglichen mit der Anzahl der Dreijährigen am Feldtest 2007, nach Linie.
LinieFohlen 2004Feldtest 2007
#Gew.#% 07/04Gew.F Stud-BookF RegisterM
(L) Alsacien77526.3026534.1925.801569100
(H) Héroïque69823.7024034.3823.371471083
(N) Noé39713.5015839.7915.4096458
(C) Chasseur34111.6010731.3710.4163440
(E) Elu2799.4710838.7010.5171829
(V) Vagabond1495.064932.884.7730415
(Q) Qui-Sait1625.505634.565.4532123
(R) Raceur662.242030.301.951406
(P) Nello581.971627.581.56826
(D) Drapeau130.44323.070.30111
(Don) Doktryner60.20583.330.48203
Total:2944100.00102734.90100.0062043364

Fohlen 2004 verglichen mit der Anzahl der Dreijährigen am Feldtest 2007, nach Familie.
FamilieFohlen 2004Feldtest 2007
#Gew.#% 07/04Gew.F Stud-BookF RegisterM
F.1 : Vaillant120540.9042034.8540.9026323134
F.26 : Alsacien77526.3026534.1925.801569100
F.27 : Noé39713.5015839.7915.3896458
F.3 : Imprévu34111.6010731.3710.4263440
F.28 : Qui-Sait1625.505634.565.4532123
F.25 : Nelson581.971627.581.55826
F.22 : Doktryner60.20583.330.502
3
Total:2944100.00102734.90100.0062043364

Stationstest 2006/2007
Von den Fohlen 2003/2004 wurden 12 Hengste im Jahr 2006 und 11 Hengste im Jahr 2007 im Stud-book als Zuchthengste anerkannt. Seit der Einführung des Projekts zur Begleiteten Paarung für den Basis- und Linien-Erhalt (PEBL) legt die Körkommission besonderes Augenmerk darauf, dass bei der Selektion der zukünftigen Hengste möglichst viele Linien repräsentiert sind.

Die 12 Hengste, die 2006 anerkannt wurden, stammen aus folgenden Hengstlinien:

Junghengste nach LinieFarbeVaterMuttervaterKategorisierung 2007
(E) EspéranzoBElysée IILaskoSBC
(E) EuridiceBEstafetteHendrixSBC
(H ) Hamlet des Ronds PrésBHavaneQuintoSBC
(H) HermitageA/FHelixCardinSBC
(H) HontarioBHarisonCajoleurSBC
(L) L'ArtisteBLiberoCadixSBC
(N) Nankin des AigesBNohaHakimSBC
(N) NautilusBNoble CoeurLucky BoySBC
(N) NorwayBNestorElysée IISBC
(N) NovartisA/FNoble CoeurEnjoleurSBC
(P) No LimitA/FNoloHulaxSBC
(R) RothschildBRavelHakimSBC

2007 stammen die 11 anerkannten Hengste aus folgenden Linien:

Junghengste nach LinieFarbeVaterMuttervaterKategorisierung 2008
(C) CocktailA/FCalifCubainBAS
(D) Damiano du PuitsA/FDamienNaganoSBC
(E) EmersonBEricsonLoopingSBB
(H) HalloweenBHavaneLorenzoSBB
(H) HélipsoA/FHelixLorrainSBC
(H) HiroBHâtifHobbySBB
(H) HoucineBHobbyLegatoSBB
(L) LancelotBLoopingDorinSBC
(L) LittoralBLiberoHendrixSBC
(Q) QuendalBQuésacHiltonSBC
(R) RamzyBRadornNépalSBC

Diese Statistik zeigt, dass die Züchter und die verntwortlichen Organe der Freibergerzucht sich wirklich bewusst sind, dass die Erhaltung einer grösstmöglichen genetischen Vielfalt sehr wichtig ist. Die Anerkennung von Basis-Hengsten und Hengsten aus bedrohten Linien funktioniert denn auch einigermassen gut. Hingegen ist nach der Anerkennung ihre Nutzung durch die Züchter bedauerlicherweise oft sehr schlecht. Es ist essentiell, dass das ganze genetische Potenzial der Rasse genutzt wird. Nur so kann die Freiberger-Rasse erhalten werden, ohne dass zur Inzucht-Vermeidung auf weiteres Fremdblut zurückgegriffen werden muss.

Derzeit zahlen die Behörden Beiträge (400 Franken pro Stute) für die Erhaltung der Freiberger-Rasse. Langfristig betrachtet werden diese Beiträge - nur für Zuchtstuten - nicht ausreichen zur Erhaltung der Freiberger-Rasse. Es ist absolut notwendig, dass man auch an die Hengste denkt. Es müssen Massnahmen ergriffen werden - wie dies bereits bei anderen Tiergattungen gemacht wird - die für dem Züchter einen Anreiz bieten, Basis-Hengste und Hengste aus bedrohten Linien zu benutzen. Das ist ein Thema, das für die Sicherung der Zukunft der Freiberger-Rasse von grosser Bedeutung und Wichtigkeit ist.

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Verteilung der Freiberger-Hengste nach Familie, 1971, 1977 und 2008

Die Tabellen 1-3 zeigen die Entwicklung der Verteilung der Freiberger-Hengste nach Familie während der letzten vierzig Jahre. 1971 und 1977 waren 105 bzw. 101 Hengste im Deckeinsatz. Die Familien Vaillant und Imprévu dominierten weitgehend und zählten zusammen insgesamt 89 bzw. 83 Hengste. Dies entsprach mehr als 80 Prozent der Zuchthengste. Die «eingekreuzten» Hengste, d.h. anerkannte Veredelungs-Produkte mit Halbblut-Hengsten, waren noch eine kleine Minderheit. Im Jahr 1977 zählte die Familie von Uran 12 Hengste; im Jahr 2008 ist diese Familie vollständig verschwunden. 1977 ist auch der Beginn der Ära Alsacien.

Im Jahr 2008 ist die Zahl der Freiberger-Hengste mit insgesamt 181 Zuchthengsten wesentlich höher als 1971 und 1977. Die Zahl der «eingekreuzten» Hengste erhöhte sich mit der Ankunft der Familien Alsacien und Nelson in den siebziger Jahren und der Familien Noé und Qui-Sait in den neunziger Jahren erheblich auf 73 Zuchthengste im Jahr 2008 oder 40.33% aller zugelassenen und in der Zucht eingesetzten Freiberger-Hengste.

Die Kreuzungen mit Halbblut-Hengsten waren nötig, um dieses Pferd zu veredeln und seine Zukunft zu sichern. Diese Kreuzungen haben neues Blut in die Zucht gebracht und zu einer willkommenen genetischen Vielfalt in der Freiberger-Rasse geführt.

1997 haben die Züchter das Stud-book für jeden neuen Fremdblut-Beitrag geschlossen. Dies bedeutet, dass die Freibergerzucht seither in Reinzucht erfolgt. Und dennoch beeinflussen die Halbblut-Einkreuzungen noch nach zehn Jahren die Freibergerzucht in wesentlicher Art. Mit der Entscheidung, das Stud-book zu schliessen, haben die Züchter ihren Willen bekundet, die Rasse nach einer Zeit von kontrollierten Kreuzungen zu konsolidieren. Auch in den kommenden Jahrzehnten wird die Freibergerzucht viel Mühe und Ausdauer benötigen, um die Wünsche der Kunden bzw. des Marktes zu erfüllen. Aber es geht auch darum, die ursprünglichen Qualitäten dieser Pferde zu erhalten und die Zukunft dieser autochthonen Pferderasse zu sichern.

Vaillant6965.71%Habile31HamidHéroïque21
EgalEglon8

Diverse2
Rubis
Rémus
(1)
37
VerdunDrapeau17
RecordRaceur14
RamaBouclier5

Diverse2
Imprévu2220.96%Chasseur22LafayetteJurassien21
QuebecQuodex1
Kreuzungs-Hengste1413.33%Uran12UrielUrus12
Doktryner3Don PabloDoktryner2
Abbildung 1: Verteilung der 105 1971 im Deckeinsatz stehenden Freiberger-Hengste, nach Familie.

Vaillant5049.50%Habile18HamidHéroïque9
EgalEglon8

Diverse1
Rubis
Rémus
(1)
31
VerdunDrapeau17
RecordRaceur10
RamaBouclier3

Diverse1
Imprévu3332.67%Chasseur33LafayetteJurassien32
QuebecQuodex1
Kreuzungs-Hengste1817.87%Uran12UrielUrus12
Socrate1SophisteSocrate1
Aladin1Alsacien1
Doktryner3Don PabloDoktryner2
Orson1OpusOrson1
Abbildung 2: Verteilung der 101 1977 im Deckeinsatz stehenden Freiberger-Hengste, nach Familie. Der Hengst JURASSIEN und seine Söhne machten 1977 alleine einen Drittel aller Zuchthengste aus!

Vaillant8345.86%Habile63HamidHéroïque42 (5*)
EgalEglon21 (3*)
Rémus20VerdunDrapeau1 (3*)
Vagabond13 (2*)
RecordRaceur6 (2*)
Imprévu2513.81%Chasseur25LafayetteJurassien25 (5*)
Kreuzungs-Hengste7340.33%Doktryner1.10%Doktryner2
Aladin19.90%Alsacien36 (4*)
Noé13.26%Noé24 (2*)
Nelson2.21%Nelson4
Qui-Sait3.86%Qui-Sait7
Abbildung 3: Verteilung der 181 2008 im Deckeinsatz stehenden Freiberger-Hengste, nach Familie (Ref.: Hengstkatalog 2008, * tote oder aus der Zucht gezogene Hengste mit Gefriersamen-Depots).

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IG OFM
Interessengemeinschaft zur Erhaltung
des Original Freiberger Pferdes